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„Stopper“ Matz: Heiligabend wird der Ex-05er 80

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80. Geburtstag: Der 05er Klaus-Dieter Matz in aktiver Zeit umgeben von jungen Autogrammjägern.
80. Geburtstag: Der 05er Klaus-Dieter Matz in aktiver Zeit umgeben von jungen Autogrammjägern. © privat/nh

Er gehörte Mitte der 60-er Jahre zur „goldenen Generation“ der Spieler vom 1. SC Göttingen 05.

Göttingen – Heiligabend wird Klaus-Dieter Matz, Kapitän der legendären „schwarz-gelben 05-Rebellen“, die Ende der 60er Jahre den 1. SC Göttingen 05 fast in die 1. Bundesliga geführt haben, 80 Jahre alt.

Matz hat als aktiver nur für den 1. SC 05 gespielt. „Ein Wechsel kam für mich trotz einiger Anfragen nie in Frage. Ich habe mich bei 05 immer wohl gefühlt und war von tollen Menschen umgeben. Außerdem war 05 zu meiner Zeit ja nicht irgendein Verein, sondern der Verein in der Region. Warum sollte ich da wechseln?“

Mit zehn Jahren fing er bei den 05ern an, Fußball zu spielen. Über die Jugendmannschaften von 05 ging es in die erste Mannschaft.

Während seiner Zeit in der Jugend von 05 wurde er in die Niedersachsen- bzw. Norddeutsche Auswahl berufen. 1961 wurde er vom DFB zu einem Auswahllehrgang unter dem späteren Bundestrainer Helmut Schön nach Saarbrücken eingeladen. Mit dabei waren unter anderem Sepp Maier, Reinhard „Stan“ Libuda und Wolfgang Overath.

Klaus-Dieter Matz war ein „Stopper“ vom alten Schrott und Korn – einer, der auch da hinging wo es wehtat, hart gegen sich und seine Gegenspieler, aber niemals unfair. Stets ging er vorweg, ein Vorbild, ein wahrer „Kapitän“. Er war bei 05 nicht wegzudenken.

1964 stieg er mit 05 in die Regionalliga Nord auf (damals 2. Liga) und sorgte maßgeblich mit dafür, dass das Team mehrmals die beste Abwehr der Regionalliga stellte. Matz gehörte zur „goldenen Generation“ des Klubs, die 1966, 1967 und 1968 mit Trainer Fritz Rebell um den Aufstieg in die Bundesliga gespielt hat. „Fritz Rebell war schon ein toller Trainer. Wir waren körperlich immer topfit und taktisch hervorragend eingestellt“, erinnert sich Matz.

Unvergessen ist ihm der Auftritt vom Sommer 1968 in der Aufstiegsrunde zur Fußball-Bundesliga mit 05 vor über 80 000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion gegen Hertha BSC. „Im Aufstiegsspiel in Berlin habe ich meinem Gegenspieler bei einem Zweikampf sehr unglücklich verletzt. Danach schrien 80 000 Zuschauer aus einer Kehle: ,Mörder, Mörder‘“, erinnert sich Matz. Bis zum Sommer 1970 spielte er für die Schwarz-Gelben, musste dann aber seine aktive Erfolgskarriere bei den 05ern verletzungsbedingt beenden.

Die großen Kulissen in und außerhalb von Göttingen haben ihn nachhaltig beeindruckt. Die Aufstiegsrunden waren schon etwas besonderes. „Das war eine tolle Zeit damals mit allem, was dazugehörte – Mannschaftsgeist, Erfolg, tolle Kulissen und großartige Stimmung. An diese schöne Zeit bei 05 denke ich immer wieder gern zurück. Schade, dass es mit dem Aufstieg in die Bundesliga nicht geklappt hat.“

Klaus-Dieter Matz lebt heute bei Gleichen, hat einen erwachsenen Sohn und ist glücklich verheiratet.  (gsd)

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