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SVG Göttingen: Eine Nullnummer, die keinem hilft

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Von: Helmut Anschütz

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In den Tarn-Trikots nicht versteckt: SVG-Techniker Luis Riedel (12) gegen Bersenbrücks Santiago Aloi (links) und Patrick Greten. Hinten Amin Al-Debek.
In den Tarn-Trikots nicht versteckt: SVG-Techniker Luis Riedel (12) gegen Bersenbrücks Santiago Aloi (links) und Patrick Greten. Hinten Amin Al-Debek. © Hubert jelinek/gsd

Nach dem 0:6-Debakel in Celle versuchte es die SVG Göttingen im Heimspiel gegen den TuS Bersenbrück mit einer optischen Täuschung.

Göttingen – Erstmals seit Langem lief das Team von Trainer Dennis Erkner in seinen schwarz-weißen Camouflage-Trikots auf. „Irgendwas mussten wir ändern“, meinte SVG-Vize Thorsten Tunkel vorm Anpfiff. In den gesprenkelten Tarn-Trikots versteckten sich die Schwarz-Weißen zwar bei Weitem nicht, doch einmal mehr kamen sie auch gegen die Bersenbrücker nicht über ein torloses Unentschieden hinaus.

Es war zwar eines der durchaus ansehnlichen Art, doch im Kampf um den Klassenerhalt brachte diese Nullnummer keinem der beiden Teams etwas.

So wird die Rettung in der 5. Liga für die SVG immer unwahrscheinlicher. „Wir treten auf der Stelle“, räumte denn auch Trainer Dennis Erkner hinterher ein. „Das war richtig Abstiegskampf. Beide Mannschaften wollten nicht in Rückstand geraten. Wir wollten ein Kampfspiel und das haben wir geschafft“, so Erkner weiter.

Was die SVG erneut nicht schaffte, waren eben Tore. Wobei das so eine Sache war. In der ersten Halbzeit gab es nicht eine einzige nennenswerte Chance auf Gastgeber-Seite zu verzeichnen. Bei Bersenbrück allerdings auch nur in der Anfangsphase drei durch Santiago Aloi (8.) und Michel Eickschläger (10.), wobei die SVGer den Ball gerade noch von der Torlinie kratzten. Danach parierte SVG-Keeper Dennis Henze an seinem 24. Geburtstag gegen Eickschläger (13.) klasse. Wie engagiert es vonseiten der SVG zuging, dokumentierte sich auch in der gelben Karte des guten Schiedsrichters Bahr gegen Coach Erkner (38.). Bis zur Pause war’s eine lauf-intensive, kräftezehrende, packende Partie – in der eben leider nur die heißen Torszenen fehlten.

Ein Abseitstreffer von Steffen Doll leitet die zweite Hälfte ein (49.). In der letzten halben Stunde, in der beide Teams mit offenem Visier kämpfen und vollen Einsatz zeigen, häufen sich endlich die Tormöglichkeiten. Krenzek (64.) frei vor TuS-Torwart Böhmann: Nichts. Kopfball von Flottemesch (75.): Drüber. SVG-Weide (79.) links unten, doch Böhmann hält; Nachschuss von Krenzek drüber. Drei Chancen für TuS durch Aloi (80.), Muric (84.) und Waldow (89.): Kein Tor! Und auch Kratzerts Abfälscher in die kurze Ecke in der Nachspielzeit bringt der SVG nicht mehr die so sehnlichst erhofften drei Punkte.

„Beide Teams wollten nicht verlieren“, hatte auch TuS-Trainer Farhat Dahech erkannt. „Wir hatten mehr Ballbesitz, wollten mehr, aber es hat nicht geklappt.“ SVG-Kollege Erkner wollte seinem Team „keinen Vorwurf“ machen. „Wir haben alles gegeben.“

Stimmt: Die SVG rackerte mit Elan unermüdlich, aber es reichte eben wieder nicht. So kommt die Landesliga zwangsläufig immer näher. (Helmut Anschütz/gsd)

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