Fußball-Oberliga

SVG Göttingen könnte der Verlierer des Notfall-Spielplans sein

Handspiel im Strafraum oder nicht? Das ist derzeit das geringste Problem für die SVG Göttingen mit Verteidiger Janek Brandt (rechts) und Torwart Dennis Henze. Links Hannovers Mohamed Salifou-Moussa. Im September trennten sich die Schwarz-Weißen und die Arminen torlos, die jetzt noch zwei Nachholspiele haben/hätten.
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Handspiel im Strafraum oder nicht? Das ist derzeit das geringste Problem für die SVG Göttingen mit Verteidiger Janek Brandt (rechts) und Torwart Dennis Henze. Links Hannovers Mohamed Salifou-Moussa. Im September trennten sich die Schwarz-Weißen und die Arminen torlos, die jetzt noch zwei Nachholspiele haben/hätten.

Fußball-Oberligist SVG Göttingen, nach neun Spielen und damit nach der Vorrunde aktuell Fünfter in der Staffel Hannover/Braunschweig, wird voraussichtlich der Leidtragende einer wahrscheinlich bevorstehenden Reform der Qualifikationsrunde sein.

Göttingen – Weil die Saison wegen der Corona-Pandemie ruht, wird der gegenwärtige Spielplan mit weiteren neun Partien in der Rückrunde und anschließender Auf- und Abstiegsrunde wohl kaum zu halten sein. Die „Rückrunde“ der Qualifikationsrunde mit weiteren neun Spielen wird wahrscheinlich gestrichen.

Auch in der Fußball-Oberliga wurden schon Notfall-Pläne geschmiedet. Staffelleiter Burkhard Walden hat einen Vorschlag auf den Tisch gelegt, zu dem sich die 20 Fünftliga-Klubs (je zehn in den beiden Staffeln) bis zum 18. Dezember äußern sollen.

So soll es weitergehen: In einer Meisterrunde spielen statt der ersten fünf Teams aus beiden Staffeln nur noch jeweils die ersten drei. Die restlichen sieben Mannschaften aus beiden Staffeln werden durchgemischt und spielen in zwei neuen Siebener-Staffeln je zwei Absteiger aus. Es können, so SVG-Trainer Dennis Erkner, aber auch mehr Teams (bis zu sieben) absteigen – je nachdem, ob Mannschaften aus der Regionalliga runterkommen.

Die SVG würde also, wenn die Spielplan-Reform wie von Walden vorgeschlagen so abgesegnet wird, quasi am Grünen Tisch von der Klassenerhalts-sicheren Aufstiegs- in die weitaus unsichere Abstiegsrunde rutschen.

Die anstehenden Nachholspiele soll es aber wohl noch geben. In der Staffel Hannover/Braunschweig sind das die Spiele Northeim gegen Arminia Hannover und Egestorf gegen Arminia Hannover. Die „Blauen“ vom Bischofsholer Damm (Achter mit 8 Punkten) könnten theoretisch Gifhorn (Vierter, 13 Zähler) und die SVG (Fünfter, 12 Zähler) noch mit zwei Siegen überholen.

Für Eintracht Northeim ist die Neuregelung belanglos. Die Northeimer sind mit acht Punkten Neunter und Vorletzter, sind somit kein Anwärter mehr auf die Aufstiegsrunde und müssen so oder so in die Abstiegsrunde.

In der Staffel Lüneburg/Weser-Ems wären übrigens Kickers Emden (4.) und der VfL Oldenburg (5.) die Leidtragenden einer wahrscheinlichen Neu-Strukturierung. Wegen der erwähnten Durchmischung der 14 Abstiegsrunden-Teams wären sie wie Uphusen, Rotenburg, Hagen/Uthlede, Bersenbrück oder Celle auch potenzielle Gegner der SVG und von Eintracht Northeim in einer der beiden Siebener-Abstiegsrunden-Staffeln.

Möglich wäre eine Spielplan-Reform, weil die Ausschreibung bewusst flexibel gestaltet wurde. Wann die Oberliga-Saison überhaupt fortgesetzt wird, steht momentan noch in den Sternen. Auch eine Saison-Verlängerung ist denkbar.  (haz/gsd)

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