Fußball-Oberliga: Erkner-Elf in der Zwischenbilanz

SVG Göttingen: Nach starkem Start abgesackt

Sandweg-Lichtblick I: Der SVGer Lukas Presch (am Ball) haut sich im Test gegen Hildesheims Jane Zlatkov (links) und Niklas Rauch voll rein. 
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Sandweg-Lichtblick I: Der SVGer Lukas Presch (am Ball) haut sich im Test gegen Hildesheims Jane Zlatkov (links) und Niklas Rauch voll rein. 2

Fußball-Oberligist SVG Göttingen kassierte nach zunächst sechs Spielen ohne Niederlage drei Pleiten in Folge. Verletzungspech trug dazu nachhaltig bei. Derzeit herrscht am Sandweg totaler Stillstand.

Göttingen – Still ruht - nein, nicht der See, sondern ruhen die Fußballplätze am Göttinger Sandweg. „Bei uns ist Stillstand und Winterpause“, sagt Dennis Erkner. Weil der Trainer von Fußball-Oberligist SVG Göttingen sein Büro in der Nähe hat, half er jüngst beim Möbelschleppen am Sandweg aus, die SVG hat intern umgeräumt. Zeit, die Hinrunde in der 5. Liga noch einmal kurz Revue passieren zu lassen. Ja, tatsächlich die Hälfte der regulären Saison ist schon vorbei.

Die Schwarz-Weißen sind Fünfte, stehen einen Platz über dem Strich, der die ersten fünf von den letzten fünf Teams in der Oberliga Hannover/Braunschweig teilt. Die oberen fünf spielen mit den ersten fünf der Oberliga-Staffel Lüneburg/Weser-Ems noch weitere zehn Spiele, nehmen die Punkte aus der „Hauptrunde“ und treten nur noch in Hin- und Rückspiel gegen die Mannschaften aus der anderen Staffel an. Das ergibt dann insgesamt 28 Spiele.

Mit drei Siegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen sowie 14:9 Toren konnte das Erkner-Team den starken Saisonstart mit sechs ungeschlagenen Spielen und der Tabellenführung nicht untermauern. In den folgenden letzten drei Spielen bis zum Corona-Break folgten drei Niederlagen gegen Tündern (3:4), in Wolfenbüttel (0:1) und gegen Gifhorn (0:2).

„Wir sind überragend gestartet“, blickt Coach Erkner zurück. „Aber es war lächerlich, gegen Tündern und Gifhorn zu verlieren.“ Die Niederlagen erklärt der SVG-Trainer so: „Wir hatten empfindliche Ausfälle.“ Damit meint er die verletzungsbedingten Absenzen von Jannik Brandt und André Weide, die als starkes Innenverteidiger-Duo zuvor „den Laden“ zusammenhielten. Weide hatte einen Hexenschuss, hätte gegen Gifhorn eigentlich gar nicht spielen dürfen. „Da war er steif wie ein Bügelbrett“, sagt Erkner. Und Brandt hat sich einen Halswirbel angebrochen. Am Sandweg befürchtet man, dass er bis zum Saisonende nicht mehr spielen kann. Wäre für die SVG ein heftiger Ausfall! „Brandt und Weide sind in der Abwehr nicht eins zu eins zu ersetzen“, sagt Erkner. Als sie fehlten, habe man „die Jugend des Teams“ gemerkt.

Da war er steif wie ein Bügelbrett

SVG-Trainer Erkner flapsig über Innenverteidiger André Weide

Trotz der Vakanzen in der Defensive hat die SVG aber mit nur neun Gegentreffern die zweitwenigsten Gegentore nach Egestorf (nur 4) kassiert. Und nur Ramlingen/Ehlershausen (18) und Lupo Wolfsburg (17) haben mehr Tore geschossen als die Sandweg-Elf (14, wie Gifhorn und Tündern).

Zu den herausragenden Akteuren avancierten bei der SVG vor allem Lukas Presch und Weide. Der von Tuspo Petershütte gekommene Presch überzeugte durch seinen Elan und Einsatz. „Er ist unfassbar ehrgeizig, will immer noch Extra-Training und hat eine tolle Qualität“, ist Coach Erkner von dem jungen Mittelfeldmann angetan. Und Weide ist zum Turm in der Abwehr geworden. „Die beiden waren die Spieler der Hinrunde bei uns“, streicht Erkner heraus.

Dumm nur, dass eben derzeit aufgrund des eingestellten Trainingsbetriebs so gut wie alles brach liegt. „Bis es hieß, dass auch im Dezember alles abgesagt ist, hatten wir ja noch Home-Training gemacht“, grämt sich auch Erkner über die erzwungene Untätigkeit. „Die Motivation ist bei den Spielern nicht gerade hoch.“ So ist man am Sandweg gespannt, ob und vor allem wann es mit den Punktspielen weitergeht.

SVG-Torschützenliste

5 Tore: Lukas Presch 3 Tore: Justin Taubert und André Weide 2 Tore: Nico Krenzek 1 Tor: Julian Kratzert  (Von Helmut Anschütz/gsd)

Sandweg-Lichtblick II: André Weide (weißes Trikot) gegen die 05er Jan König und Torwart Marcel Jünke.

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