Fußball-Oberliga

SVG Göttingen scheitert an Gifhorns „Teufel“ Krull

Und wieder nichts: Göttingens Ali Ismail (Mitte) scheitert auch in dieser Szene an Gifhorns Torwart Tobias Krull, der ein halbes Dutzend dicker SVG-Chancen zunichtemachte.
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Und wieder nichts: Göttingens Ali Ismail (Mitte) scheitert auch in dieser Szene an Gifhorns Torwart Tobias Krull, der ein halbes Dutzend dicker SVG-Chancen zunichtemachte.

Die Punkte vier und fünf verschenkt. Die SVG Göttingen hatte zum Saisonauftakt der Fußball-Oberliga beim MTV Wolfenbüttel beim 2:2 Punkte eins und zwei, bei Armina Hannover beim 1:2 Punkt drei hergegeben.

Göttingen – Nun passierte es beim 1:1 (1:0) gegen den bisher sieglosen MTV Gifhorn, dass insgesamt dem Team von Trainer Dennis Erkner eben nach drei Spielen fünf Punkte abhandengekommen sind.

„Bei optimalen Spielverläufen hätten wir alle neun Punkte machen können. So sind es erst zwei“, meinte Erkner und zog nach drei Spielen ein ernüchterndes Fazit.

Im Gegensatz zu den Spielen gegen Wolfenbüttel und Hannover waren die Schwarz-Weißen von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, hätten nach dicken Torchancen von Justin Taubert (9. und 18. Minute), Ali Ismail (41.) und auch André Weide (41.) und im Nachsetzen noch einmal Ismail locker 4:0 führen können. So aber musste sich die Sandweg-Elf nach einem Tor von Taubert, der einen krassen Abwehrfehler von Marc Upmann nutzte, mit einer 1:0-Führung zur Pause begnügen. Alle Chancen hatte da MTV-Keeper Tobias Krull mit sensationellen Reaktionen zunichtegemacht.

„Wie viele Arme hatte eigentlich Gifhorns Torwart? Der hat gehalten wie ein Teufel“, meinte Erkner schon etwas frustrierend nach dieser Partie. In der Tat rettete Krull seinem Team diesen überaus glücklichen Punkt. Denn die Gäste nutzten nach der Pause eine 20-minütige Schwächeperiode der Gastgeber zum 1:1, als nach einer tollen Abwehr von SVG-Keeper Omar Younes Gifhorns Außenverteidiger im Nachsetzen den Ausgleich in der 63. Minute erzielte. Es war im Übrigen der erste Saisontreffer des MTV, der sich danach wieder gegen wütende Angriffe der SVGer erwehren musste.

In der 75. Minute traf der dribbelstarke Luis Riedel nur das Außennetz. In der 82. Minute hatten die Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen, doch Krull war bei einem Kopfball von Weide mit den Fingerspitzen dran und lenkte das Leder zur Ecke. Auch Amin Al Debek mit einem Schuss von der Strafraumgrenze aus konnte „Teufelskerl“ Krull nicht überwinden (86.)

Und auch einen platzierten Kopfball des eingewechselten Julian Kratzert parierte der Gifhorner Torwart reaktionsschnell. In der Nachspielzeit versuchte es Kratzert noch einmal mit einem Distanzschuss, der aber nur Zentimeter am rechten Gifhorner Torpfosten vorbeischrammte. Die Göttinger Spieler waren der Verzweiflung nahe, hatten sie doch am Ende in Kroll ihren Meister gefunden.

Gifhorns Trainer Michael Spies lobte die kämpferische Einstellung seiner Mannschaft. Nach den beiden Niederlagen zu Saisonbeginn sei dieser eine Punkt umso wichtiger. „Der eine Punkt geht in Ordnung, auch wenn es drei Punkte hätten sein können. Auf unser Spiel aber können wir aufbauen“, sagte SVG-Kapitän Hanno Westfal. So sah es auch sein Trainer: „Das Spiel lief für uns etwas unglücklich. Nach unserer Durststrecke haben wir aber von hinten heraus noch einmal super gespielt“, lobte Erkner sein Team für eine über 70 Minuten gezeigte engagierte Leistung.  (Walter Gleitze/gsd)

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