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SVG Göttingen strapaziert Nerven der Fans

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Von: Walter Gleitze

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Harter Zweikampf: SVG-Innenverteidiger Patrick Hofmann (links) stoppt den Offensivdrang von Tünderns Kris-Lennart Müller.
Harter Zweikampf: SVG-Innenverteidiger Patrick Hofmann (links) stoppt den Offensivdrang von Tünderns Kris-Lennart Müller. © Hubert Jelinek/gsd

Nein, dieses Spiel zwischen der SVG Göttingen und BW Tündern in der Fußball-Oberliga Hannover/BS war nun wahrlich nichts für schwache Nerven.

Göttingen – Denn erst die Nachspielzeit toppte alles, was 88 Minuten zuvor passiert war in diesem für beide Teams so wichtigen Spiel. Am Ende stand es 2:2 (0:0). Objektiv betrachtet: Zwei verlorene Punkte für die Gäste aus Tündern, ein gewonnener Punkt für die Schwarz-Weißen, den sie nun immerhin mit in die Abstiegsrunde nehmen.

Doch auch im achten Heimspiel blieben sie sieglos!

„Es fühlt sich nicht gut an. Wir haben nicht gut gespielt. Ich bin extrem unzufrieden“, hielt sich SVG-Trainer Dennis Erkner erst gar nicht damit auf, irgendetwas am Spiel seiner Mannschaft schön zu reden. Gab es auch nicht, denn anstatt nach der 1:0-Führung in der 51. Minute durch Richard Hehn, der im Nachsetzen aus elf Metern traf, das eigene Spiel zu beruhigen und zumindest mal einen der vielen Kontermöglichkeiten erfolgreich zu Ende zu spielen, brachten sich die Gastgeber immer wieder selbst in Bredouille. „Wir haben hinten viel zu viel zugelassen, vorn nicht konsequent auf das 2:0 gespielt und nach dem 1:0 die Kontrolle verloren“, kritisierte Erkner.

In der elften Minute bewahrte SVG-Keeper Dennis Henze durch tollen Reflex bei einem Schuss von Flamur Dragusha vor dem frühen Rückstand, und in der 42. Minute traf Leon Baumeister nur den Göttinger Außenpfosten. Tündern hatte in der Tat mehr vom Spiel. „Wir müssen in Führung gehen, ein Sieg für uns wäre verdient gewesen“, meinte Tünderns Trainer Tim Piontek. Wer hätte ihm da widersprechen wollen?

Etwas überraschend dann die Führung der SVGer, die in der 77. Minute Glück hatten, dass Henze einen Kopfball eines Gästespielers an den Querbalken abwehren konnte. Drei Minuten später hätte Florian Evers für die Göttinger alles klarmachen können, sein Schuss nach Querpass von Hüseyin Deliduman ging aber knapp am rechten Pfosten vorbei. In der 88. Minute Foul von Patrick Hofmann in einer unübersichtlichen Situation. Strafstoß, den Kris-Lennart Müller sicher zum 1:1 verwandelte.

In der Nachspielzeit überschlugen sich dann die Ereignisse. Nach einem eigenen Eckball liefen die SVGer in einen Konter, den Niklas Berndt erfolgreich zum 1:2 abschloss. Kurz zuvor hatte Henze einen Kopfball von Baumeister glänzend pariert.

Ein glückliches Ende für die Gastgeber, die nun alles nach vorn warfen und dafür belohnt wurden. Nach einem Eckball Verwirrung im Tünderner Strafraum, die Yannis Fischer per Kopf zum 2:2-Endstand nutzen konnte. (Walter Gleitze/gsd)

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