Fußball-Oberliga

SVG Göttingen und Eintracht Northeim: „Abstiegsrunde wird Knüppelrunde“

Heiße Kopfball-Szene zwischen Eintracht Northeim (in Rot) und der SVG Göttingen: Am 3. Oktober trennten sich beide Teams 0:0. Rückspiel am 4. Dezember am Sandweg.
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Heiße Kopfball-Szene zwischen Eintracht Northeim (in Rot) und der SVG Göttingen: Am 3. Oktober trennten sich beide Teams 0:0. Rückspiel am 4. Dezember am Sandweg.

Zwei Spieltage vor Ende dieser Vorrunden in den beiden Fußball-Oberligen Hannover/Braunschweig und Weser-Ems/Lüneburg sieht es mit Blick auf die Abstiegsrunde derzeit nicht ganz so gut für die SVG Göttingen aus.

Northeim/Göttingen – „Das ist jetzt Spielerei, weil ja noch gar nicht klar ist, wer am Ende in dieser Abstiegsrunde spielt“, sagt SVG-Trainer Dennis Erkner. Daher gäbe es noch Verschiebungen in dieser Tabelle. Denn sein Team hat noch zwei Spiele – gegen die direkten Konkurrenten BW Tündern und Eintracht Northeim. Werden diese gewonnen, steht die SVG unter anderem vor dem MTV Gifhorn, der kein Spiel mehr gegen einen direkten Konkurrenten austragen und somit auch keine Punkte mehr sammeln kann, da nur diese in die Abstiegsrunde mitgenommen werden.

Fest steht, dass laut Ausschreibung mindestens sechs Teams aus der Abstiegsrunde absteigen werden. Ob zusätzlich noch Teams aus der Regionalliga runterkommen oder wie viel Mannschaften aus der Oberliga in die 4. Liga aufsteigen, ist offen. „Die Abstiegsrunde wird eine Knüppelrunde“, glaubt SVG-Vize Thorsten Tunkel.

„Es ist ein unglücklicher Modus“, sagt Erkner. Denn es seien in der Abstiegsrunde noch zehn Spiele, also 30 Punkte zu vergeben, sodass die Abschluss-Tabelle der Abstiegsrunde lediglich nur eine Momentaufnahme sei, so der SVG-Coach. Seine Priorität läge dennoch auf den beiden noch ausstehenden Spielen gegen Tündern und Northeim.

Derzeit steht Eintracht Northeim besser da als der südniedersächsische Konkurrent, aber auch die Northeimer wissen zwar, dass das Derby in knapp zwei Wochen nicht unwichtig ist, aber eben auch nur eines von noch dann zehn zu spielenden Begegnungen und 30 zu vergebenen Punkten ist.

DIE GEGNER

. TuS Bersenbrück (oder VfL Oldenburg): Beobachter der Lüneburg/Weser-Ems-Staffel sagen, Bersenbrück habe das größte Potenzial. Individuell ist das Team gut besetzt. Beste Torschützen: Lars Spit, Moritz Waldow, Markus Lührmann (je 4).

.   Rotenburger SV: Körperlich eine robuste, geschlossene Mannschaft, sehr diszipliniert. Bester Torschütze: Lucas Chwolka (6), den RSV-Insider als „Kampf-Zwerg“ bezeichnen. Vorteil RSV: Er hat gegen die Teams „von unten“ stark gepunktet.

. FC Hagen/Uthlede: Das Team ist lange zusammen, bildet eine Einheit. Hat noch das Nachholspiel in Celle. Bester Torschütze ist Finn-Niklas Klaus (7).

. MTV Eintracht Celle: Vorne hui (32 Tore in 15 Spielen, nur Lohne, Emden und Spelle besser), aber hinten pfui – mit 47 Gegentoren die Schießbude dieser Staffel! Defensiv nicht Oberliga-tauglich. Celle gilt aber als spielerisch stark, hatte großes Verletzungspech. Beste Torschützen: Jean-Luca van Eupen (9) und Yusuf Aktas (7).

. TB Uphusen: Verlor das erste Saisonspiel 1:5 in Celle, was zur Annahme führte: Heißester Abstiegskandidat! Pedro Güthermann traf sechs Mal.

Interessant: Celle, Uphusen und Hagen sind auswärts sieglos, die SVG immer noch zuhause. Celle ist auch das schwächste Heim-Team. Für alle Gegner der SVG und Northeim gilt: Bis auf Celle sind alles sehr weite Auswärtsfahrten.  (Walter Gleitze und Helmut Anschütz/gsd)

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