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1:1 - SVG Göttingen verschenkt gegen den MTV Wolfenbüttel den Sieg

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Von: Walter Gleitze

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Laufduell: Der SVGer Steffen Doll rechts wird gleich von drei Wolfenbüttelern „gejagt“.
Laufduell: Der SVGer Steffen Doll rechts wird gleich von drei Wolfenbüttelern „gejagt“. © A.T. da Silva/gsd

1:1 (0:1) zwischen der SVG Göttingen und dem MTV Wolfenbüttel in der Fußball-Landesliga – ein Spiel, das den 200 Zuschauern wohl lange im Gedächtnis bleiben wird.

Göttingen – Diese Partie hatte alle Attitüden, für die es sich gelohnt hat, in den Krügerpark am Sandweg gekommen zu sein: rassige Zweikämpfe, ein unglaubliches Tempo, das Oberligaansprüchen genügte, ein Tor, das nicht hätte fallen dürfen, zwei gelb-rote Karten, eine Rote Karte, ein verschossener Handelfmeter.

Am Ende aber hatten die Gastgeber den Sieg verschenkt.

„Ja, wir haben uns für unseren Aufwand, den wir zwischen der 20. und 90. Minute betrieben haben, letztlich nicht belohnt“, trauerte SVG-Trainer Dennis Erkner den vergebenen Torchancen in den letzten 20 Minuten nach, war ab „sehr stolz auf das, was meine Mannschaft geleistet hat“. Und es dürfte das beste Spiel gewesen sein, das die Schwarz-Weißen auf den Kunstrasen unter etwas diffusem Flutlicht zeitweise gezaubert hatten.

Der MTV zeigte in den ersten 20 Minuten, dass er nicht umsonst auf Tabellenplatz zwei steht und sich mit dem SSV Vorsfelde um die Meisterschaft streitet. Starke Ballpassagen wechselten sich ab mit klugen Spielideen in die Sturmspitze. Und doch benötigten die Gäste die Hilfe von SVG-Torwart Omar Younes, der bei einem Konter aus seinem Tor herauslief, gegen den pfeilschnellen Linus Queißer klären wollte, über den Ball schlug und so dem Wolfenbütteler zum leichten 1:0 eingeladen hatte. Younes heulte nach dem Schlusspfiff Rotz und Wasser, war kaum zu trösten.

Doch allmählich fanden die SVGer besser ins Spiel, ohne erst einmal Wirkung auf das gegnerische Tor erzeugen zu können. Das Momentum hatten die Gastgeber ab der 50. Minute nach einer gelb-roten Karte für Wolfenbüttels Kapitän Joscha Plünnecke. Doch dieses war vermeintlich schon nach nur fünf Minuten wieder verspielt, als der bis dahin ganz starke Amin Al Debek ebenfalls nach wiederholtem Foulspiel auch gelb-rot gesehen hatte. Die Wirkung auf das MTV-Gehäuse hatte sich die SVG von der der 72. Minute aufgehoben, als erst Robin Möllers einen Kopfball an den Querbalken setzte und nur eine Minute später Steen Zimmermann nach toller Vorarbeit von Luis Riedel Wolfenbüttels Blerian Halimi zu einem Eigentor zwang.  Zimmermann hätte sein Torekonto von sieben aufbessern können, scheiterte aber in der 79. Minute mit einem Elfmeter – Janosch-Paul Bauer hatte auf der Torlinie mit der Hand gerettet –. In der hektischen Schlussphase rettete MTV-Torwart Direnc Güven seinem Team gegen Riedel (80.) und Julian Kratzert (90. + 2) den einen Punkt.

SVG: Younes - Fischer (74. Weide), Hofmann (85. Krenzek), Möllers. Al Debek - Moreno Morales - Riedel, Böke, Kaplan (74. Kratzert), Doll - Zimmermann (83. Dumi).

Tore: 0:1 Queißer (25.), 1:1 Halimi (73./Eigentor).

Schiedsrichter: Salb (Bad Gandersheim).

Zuschauer: 200.

Gelb-Rote Karten: Plünnecke MTV/50.), Al Debek (SVG/55.).

Rote Karte: Bauer (MTV/79.) wegen Handspiels auf der Torlinie.

Bes. Vorkommnis: Güven (MTV) hält Handelfmeter gegen Zimmermann (SVG/79.).  (Walter Gleitze/gsd)

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