Fußball-Oberliga

SVG Göttingen: Vize Tunkel per Rad zum Auswärtsstart in Wolfenbüttel

Ab durch die Mitte: Auf die Gefährlichkeit von Nicolas Krenzek (Nummer 28, hier zwischen Nörtens Christian Horst und Leon Rüffer) setzen die SVGer auch zum Saisonauftakt in Wolfenbüttel.
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Ab durch die Mitte: Auf die Gefährlichkeit von Nicolas Krenzek (Nummer 28, hier zwischen Nörtens Christian Horst und Leon Rüffer) setzen die SVGer auch zum Saisonauftakt in Wolfenbüttel.

Klar, nach so langer Zeit sollte das erste Spiel in der Fußball-Oberliga nach rund einem dreiviertel Jahr im Vordergrund stehen.

Göttingen – Doch Thorsten Tunkel macht dem Auftaktmatch der SVG Göttingen am Samstag (17 Uhr) beim MTV Wolfenbüttel fast den Rang streitig. Der SVG-Vize fährt nämlich mit Freunden per Fahrrad ins Meesche-Stadion.

Die nette Story hat natürlich einen Hintergrund: Tunkel ist in den Corona-Zeiten zum großen Fahrrad-Fan geworden, hat längst eine vierstellige Zahl an Kilometern abgestrampelt – und dabei auch sichtbar abgenommen. Zuletzt hat er eine Tour von Salzburg nach Venedig mit seinem Mitfahrer Utz Göbel von der SVG gemacht. Mehr als 1000 Kilometer!

Da sind die etwa 109 Kilometer nach Wolfenbüttel fast eher eine Kleinigkeit. Um neun Uhr ist Abfahrt in Göttingen, über Northeim und Salzgitter geht’s in die Lessingstadt.

Für die SVG ist die Partie in Wolfenbüttel das erste Spiel seit dem 1. November 2020. Erstmals seit mehr als neun Monaten und seit dem damaligen 0:2 gegen Gifhorn geht es nun wieder um die ersten Punkte. Trainer Dennis Erkner sieht die Situation zwiespältig: „Natürlich ist man heiß, wieder zu spielen. Aber man hat auch Angst, dass es bei Corona einen Rückfall geben könnte. So kann ich mich nicht zu sehr freuen.“

Zuletzt sparte Erkner nicht mit Kritik an seinem Team, das zwar standesgemäß den Sparkasse Göttingen Cup zum achten Mal gewann, dabei aber längst nicht immer überzeugte. Vor allem in der Kreation von Torchancen war in vielen Spielen noch sehr viel Luft nach oben. Auch im Spielaufbau ließen die Schwarz-Weißen noch einige Wünsche offen. Noch nicht entschieden war zuletzt auch noch die Torwart-Frage: Dennis Henze oder Omar Younes – wer erhält zur Saison-Premiere den Vorzug? „Es gibt noch keine finale Entscheidung“, sagt Erkner.

„Die Vorbereitung war okay, aber wellenförmig.“ Die Partien gegen Vorsfelde und Baunatal waren gut, der Negativ-Ausreißer war das 2:7 gegen Magdeburgs A-Junioren. „Wir gut sind wir wirklich“, fragt sich Erkner derzeit.

Mit Tunkel war Erkner letzten Samstag auf Spionage-Tour: Erst haben sie das Spiel SC Gitter gegen Arminia Hannover (0:3) gesehen. Zu den Arminen muss die SVG am nächsten Mittwoch. Danach sah das SVG-Duo die Partie zwischen Wolfenbüttel und Lupo Wolfsburg (1:2).

Bei den Wolfenbüttelern hielten sich die Zugänge und Abgänge die Waage. Sechs Spieler verließen den MTV, sechs kamen neu dazu: Unter anderem von Regionalligist VfV Hildesheim Abwehrspieler Steffen Suckel und Stürmer Stephane Dieupeugbeu., dazu mit Janosch-Paul Bauer (Eintracht Braunschweig U19) und Hadi Abou-Raya (eigene U19) zwei weitere Angreifer. Bei der SVG fehlt Rinat Nazyrov (Urlaub), Doll, Daube und Hofmann sind angeschlagen. Erkner: „Wir werden defensiv gefordert sein.“  (haz/gsd-nh)

Mit vollgepackten Satteltaschen: SVG-Vize Thorsten Tunkel bei der Fahrradtour von Salzburg nach Venedig.

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