Leichtathletik

Wittmann bucht Dreisprung-Ticket für U 23-EM, 6,61m für Homeier im Weitsprung

6,59 m: Merle Homeier vor einer Woche nach ihrem Weitsprung, der niedersächsischen Landesrekord bedeutete, mit ihrem Trainer Frank Reinhardt.
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6,59 m: Merle Homeier vor einer Woche nach ihrem Weitsprung, der niedersächsischen Landesrekord bedeutete, mit ihrem Trainer Frank Reinhardt.

Hatten die Leichtathletik-Experten bereits über den Landesrekord von Merle Homeier auf 6,59 m vor einer Woche bei den niedersächsischen Leichtathletikmeisterschaften gestaunt, so packte die 21-jährige Biologiestudentin bei den deutschen Meisterschaften der U 23 in Koblenz noch einen drauf.

Koblenz/Göttingen – Mit 6,61 m in ihrem letzten Sprung gewann die für die LG Göttingen startende Weitspringerin vor der Karlsruherin Mikaelle Assani, die auf 6,60 kam und sich so wie auch Homeier zuvor für die europäischen Leichtathletik-Titelkämpfe in Tallinn qualifizierte. Dritte wurde die Chemnitzerin Lea-Sophie Klik mit 6,41 m.

Eine beeindruckende Serie legte Homeier in Koblenz hin. Sie begann mit der Landesrekordweite von 6,60 m und düpierte erst einmal die Konkurrenz. Mit ihrem zweiten Satz landete sie auf 6,48 m. Der dritte Durchgang war ungültig. 6,52 , 6,46 m, so die weitere Bilanz dieses für sie wohl bisher besten Wettkampfs, ehe sie im letzten Versuch noch einmal einen Zentimeter draufpackte auf 6,61 m. In Europa liegt Homeier mit dieser Weite bei den U 23 auf Rang drei.

Riesen-Spannung zuvor am Samstag schon beim Dreisprung der Frauen. Kira Wittmann legte zunächst 13,12 Meter vor. Auf die gleiche Weite kam  Caroline Joyeux (LG Nord Berlin) in ihrem zweiten Versuch. Der Auftakt zu wechselnden Führungen! Wittmann erhöhte nach 12,97 Meter im zweiten Sprung auf 13,26 Meter. Doch die Führung hielt nicht lange, denn Joyeux konterte mit 13,28 Meter. Nach 13,24 Metern im vierten Versuch missglückte Wittmann der fünfte – keine Wertung. Aber jetzt wurde es erst richtig spannend! Sie lag auf dem zweiten Platz, schien Silber sicher zu haben – bis der sechste und letzte Durchgang begann. Auf einmal aber tauchte Imke Daalmann (Bayer 04 Leverkusen) auf und haute 13,32 Meter raus – Qualifikationsnorm für die U 23-EM um zwei Zentimeter übertroffen! Rang eins! Doch dann lief nochmal Caroline Joyeux an – und flog auf 13,57 Meter. Das Klassement umgekrempelt: Gold für die Berlinerin, Silber für Daalmann und Bronze für Wittmann. Dieses Trio dürfte nun auch für Tallinn nominiert werden. Große Verliererin war die in den USA studierende Rostockerin Mara Häusler, die mit Bestweite angereist war, aber nur auf Platz sechs (12,72 Meter) landete.  (wg/haz-gsd)

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