Formationstanz

WM-Absage trifft Göttinger ASC-Team hart

Ganz bitter: Für das Tanzsportteam im ASC Göttingen bedeutet die Absage der Weltmeisterschaft in Braunschweig, ihren dritten Platz bei der letzten WM nicht verteidigen zu können.
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Ganz bitter: Für das Tanzsportteam im ASC Göttingen bedeutet die Absage der Weltmeisterschaft in Braunschweig, ihren dritten Platz bei der letzten WM nicht verteidigen zu können.

„Das ist der Supergau für unsere Tanzpaare“, drückt es Markus Zimmermann, Cheftrainer des Tanzsportteams im ASC 46 Göttingen, sehr deutlich aus. Denn gestern um 11.30 Uhr bekam er per Email die Nachricht, dass die Weltmeisterschaft im Formationstanz, die an diesem Samstag in der Volkswagenhalle Braunschweig stattfinden sollte, abgesagt wurde.

Göttingen – Das Gesundheitsamt Braunschweig lässt die WM aus gesundheitlichen Gründen nicht zu.

„Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Aus medizinischen und politischen Gründen ist es richtig, diese WM so kurzfristig abzusagen. Aus sportlichen Gründen ist die Absage aber sehr tragisch“, sagt Zimmermann, dem die Tänzerinnen und Tänzer sehr leidtun. „Sie haben sich intensiv auf dieses WM-Turbier gefreut, haben in einer kalten Halle voll durchtrainiert – und nun die Absage, die ihnen und natürlich auch mir in der Seele wehtut.“

Von den ursprünglich 15 Formationen wären bereits sieben nicht angereist, als da wären: die Formationen aus Belgien, zwei Mannschaften aus Tschechien, der russische Titelverteidiger Vera Tyumen aus Westsibirien, dessen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Impfstoff „Sputnik“ geimpft wurden, der in Deutschland nicht anerkannt ist. Die Formation aus der Mongolei hatte keine Einreiseerlaubnis von der deutschen Botschaft erhalten. Aber auch die beiden ungarischen Formationen wären nicht angereist.

Bei den deutschen Meisterschaften vor drei Wochen hatte der Braunschweiger TSC gewonnen und nur ganz knapp den Göttinger Titelverteidiger, der allerdings für die WM schon qualifiziert war, auf Rang zwei verwiesen. Durch den deutschen Meistertitel hatte sich so auch der Veranstalter für dieses WM-Turnier qualifiziert. Bei den letzten Weltmeisterschaften in Moskau hatte das Göttinger Tanzsportteam sensationell den dritten Platz belegt und damit die Bronzemedaille gewonnen. Zumindest diese Platzierung strebten nun die Göttinger erneut an, hätten sicherlich auch gute Chancen gehabt, ihren Triumph von Moskau nun in Braunschweig zu wiederholen.

Daraus wird nun nichts. Ob es in absehbarer Zeit einen Ersatztermin geben wird, konnte Zimmermann nicht sagen. „Dafür ist es noch zu früh. Wir müssen ja auch die weitere Entwicklung in der Pandemie abwarten“, so der Cheftrainer des Tanzsportteams.

Am 8. Januar 2022 sollen nun die fünf Bundesliga-Turniere in Ludwigsburg beginnen. Ob dieser Termin zu halten ist, dürfte auch sehr ungewiss sein aufgrund der derzeitigen Pandemielage.  (Walter Gleitze/gsd)

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