Fußball: Die Brüder Mathis und Luca Gleitze holten am selben Tag mit unterschiedlichen Teams den Titel

Zwei Meister, aber nur ein Aufstieg

Göttingen. Schade! Fast wäre diese Story eine richtige Erfolgs-Geschichte geworden. Nach dem Aufstiegsverzicht des FC Grone von der Bezirksliga 4 in die Landesliga fehlt aber das i-Tüpfelchen. Doch auch so ist diese Geschichte ungewöhnlich: Zwei Brüder spielen in zwei verschiedenen Mannschaften Fußball, beide werden am selben Tag Meister mit ihrem Team in der jeweiligen Spielklasse, aber im Nachhinein kann nur einer über den Aufstieg jubeln.

Die Protagonisten sind Mathis und Luca Gleitze. Mathis (26) spielt seit Saisonbeginn beim FC Grone, sein Bruder Luca (24) schon seit drei Spielzeiten beim Bovender SV.

Vier Tore in einem Spiel

Am vergangenen Sonntag konnte das Duo auf den Plätzen am Groner Rehbach, wo der FC mit 1:0 gegen den SC Hainberg gewann, und in Dransfeld, wo der BSV 3:2 beim DSC siegte, den Meistertitel feiern. Doch während bei Luca Gleitze die Freude über die Bovender Rückkehr von der Kreisliga in die Bezirksliga noch anhält, ist Mathis Gleitze die Laune verhagelt, nachdem die FC-Verantwortlichen (vorerst) den Verzicht verkündeten.

Was hat Grone in der abgelaufenen Saison so stark gemacht? „Die mannschaftliche Geschlossenheit und mit Torwart Dennis Koch und Adrian Koch gute Führungsspieler“, sagt Mathis. Die Groner kassierten in der gesamten nur eine Niederlage (0:2 beim SC Hainberg), waren in Offensive und Defensive fast gleichstark. Mit 92 Treffern war der FC das mit Abstand torfreudigste Team. Dazu steuerte Mathis Gleitze als von Coach Jelle Brinkwerth hauptsächlich in der Defensive eingesetzter Spieler fünf Tore bei – vier auf einen Schlag dabei gegen Breitenberg. „Ich habe in der Innenverteidigung gespielt, dann als rechter und linker Außenverteidiger und auch im linken Mittelfeld“, sagt der Groner Allrounder. Übrigens: Vor zwei Jahren stieg Mathis Gleitze schon mal mit Coach Brinkwerth auf, damals mit Bovenden in die Bezirksliga. Nach einem Jahr, in dem beim BSV wenig passte, ging er nach Grone.

Bruder Luca geht nun in Bovenden in seine vierte Saison, wo beide in der vorletzten Spielzeit noch zusammen kickten. „Der Teamgeist hat uns ausgezeichnet“, sagt Luca auf die Frage nach dem Grund des Erfolgs. Und räumt aber ein: „Nach den ersten Saisonspielen waren wir Letzter, haben gegen Seulingen 0:9 verloren. Erst danach haben wir uns langsam gefunden.“

Weit mehr als ein Dutzend Neue musste das Trainer-Duo Andreas Riedel und Simo Siric zu einer schlagkräftigen Formation zusammenschweißen. Der BSV-Verteidiger lobt zudem das gute Umfeld.

Luca Gleitze ist beim BSV zweiter Kapitän nach Timo Hichert, der jetzt ein Auslandssemester in Schweden einlegt. Sonst bleibe das Team aber weitestgehend beisammen, in dem Gerbi Kaplan mit 19 Treffern bester Torschütze war. „Wir sind stabiler geworden, in der Bezirksliga wollen wir diesmal im Mittelfeld landen“, sagt der jüngere der Gleitze-Brüder, dem in der Saison nur ein Tor gelang. (gsd/nh)

Von Helmut Anschütz

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