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Zwei Vizeeuropameistertitel: Tolle Leistungen der Roringer Mädels

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Von: Walter Gleitze

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Die erfolgreichen Roringerinnen im Rope Skipping: (von links) Vivian Simon, Svenja Reinhardt, Enja Kubitschke und Annika Reinhardt.
Die erfolgreichen Roringerinnen im Rope Skipping: (von links) Vivian Simon, Svenja Reinhardt, Enja Kubitschke und Annika Reinhardt. ©  Ingo Reinhardt/nh

Mit zwei Vizeeuropameistertiteln bei der EM vom 25. bis 30 Juli in der slowakischen Hauptstadt Bratislava und weiteren exzellenten Platzierungen kehrten die Frauen des TV Roringen nach einer über zehn Stunden dauernden Fahrt müde, aber glücklich über ihre Erfolge nach Hause zurück.

Bratislava/Göttingen – Vizeeuropameisterin im Triple Under – dabei gibt es kein Zeitlimit, allerdings muss die Springerin so viele Dreifachdurchschläge hintereinander springen wie möglich – wurde Svenja Reinhardt. Diesen Titel holte sich Svenja Reinhardt zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Annika im Wheel Freestyle – hier bilden mindestens zwei Springerinnen eine Kette, indem sie jeweils einen Griff ihres Einzelseils an den Nachbarn weiterreichen, um dann gemeinsam zu springen. Gerade mal 0,64 Punkte fehlten den Zwillingen zum Sieg. Mit diesem zweiten Platz sicherten die Reinhardt-Zwillinge der deutschen Mannschaft Platz eins und zwei in der Nationenwertung.

Der Roringer Tross war bereits am 24. Juli angereist, um sich mit den Gegebenheiten vor Ort bekannt zu machen und das erste Training in der Sportova Halla zu absolvieren. 522 Rope Skipper:innen aus 14 Ländern waren am Start. Svenja Reinhardt musste als Erste ran. Während die drei Besten in die Wertung für die Europameisterschaft kamen, flossen die Plätze vier bis sechs in die Wertung in das Individuell Open Tournament ein. Und dort belegte Svenja Reinhardt Platz sechs in der Wertung der Freestyles mit dem Einzelseil – hier hat im Einzel-Freestyle die Springerin ein Zeitlimit von 60 bis 75 Sekunden, in denen sie ihre Kür mit Musik vortragen kann. Bewertet wird nach Schwierigkeitsgrad der Sprünge und deren korrekter Ausführung, sowie nach Kreativität des Programms.

Nur einen Tag später holte sich das Roringer Quartett – Svenja und Annika Reinhardt, Vivian Simon und Enja Kubitschke – Rang fünf und sieben in den Schnelligkeitsdisziplinen, was aber der erste Platz und damit der Titel im European Open Tournament im Single Rope Team Freestyle und der Vize-Titel im Double Dutch Pair Freestyle bedeutete. „Man hat gespürt und gesehen, mit welcher Freude die Mädels ihre Aufgaben umgesetzt haben“, so Trainerin Astrid Reinhardt, die nicht nur die Roringerinnen betreute, sondern auch eine der 16 Kampfrichterinnen war.

Im Double Dutch Single Freestyle – dabei werden zwei Seile im Double Dutch geschwungen. Es springt immer nur ein Teammitglied, allerdings muss jeder Schwinger auch springen und anders herum. Alle drei Springer müssen mindestens drei „Skills“ (verschiedene Sprünge/Figuren) ausführen, damit die Kür gewertet werden darf – konnten Svenja und Annika Reinhardt und Viviane Simon nicht an ihre Leistungen anknüpfen und belegten Platz sieben. Im Single Rope Pair Freestyle – im Paar-Freestyle mit Einzelseilen absolvieren zwei Springerinnen ihr Freestyle-Programm in einem Zeitrahmen von 60 bis 75 Sekunden. Gewertet wird auch hier nach Schwierigkeitsgrad, korrekter Ausführung und Kreativität, wobei nur diejenigen Sprünge gewertet werden, die synchron ausgeführt werden. Je synchroner, umso höher dabei die Punktewertung – belegten die Reinhardt-Zwillinge Platz sechs und hatten sich damit für das Finale qualifiziert, in dem sie den fünften Platz belegten. (wg/gsd)

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