Handball-Bezirk Kassel

HSC Landwehrhagen nach langer Pause siegreich

Vorn von links Marvin Reubert, Nick-Aaron Schlitzberger, Tom Hübner, Thoy Muraro und (etwas im Hintergrund) Moritz Abe.
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Erleichtert nach dem ersten Saisonspiel: Die HSC-Akteure bedanken sich beim Publikum. Vorn von links Marvin Reubert, Nick-Aaron Schlitzberger, Tom Hübner, Thoy Muraro und (etwas im Hintergrund) Moritz Abe.

Über ein Jahr nach ihrem letzten Pflichtspiel feierten die Handballer des HSC Landwehrhagen einen 26:23 (11:15)-Sieg über die TG Wehlheiden II. Nach dem geglückten Saisonstart gibt es nur einen Wunsch: dass endlich wieder Normalität ins Vereinsleben einzieht.

Landwehrhagen – Realistisch gesehen, war der HSC sogar 19 Monate ohne den gewohnten Rhythmus geblieben. Lediglich die einzige ausgetragene Partie der zurückliegenden Corona-Saison, das 28:25 gegen Vellmar, hatte den Lockdown im Handballsport kurz unterbrochen. Danach gab es nur noch das Hoffen, dass es irgendwann mal wieder losgehen könnte. Spieler und Vereinsmitarbeiter mussten bei der Stange gehalten werden und das Ziel der Rückkehr in die Handballhalle wurde nicht aus den Augen verloren. Am Samstagabend war es endlich soweit. Fröhliche Gesichter unter anderem beim Vereinsvorstand. Vorsitzende Ellen Kühne kontrollierte am Halleneingang die Impfnachweise der rund 100 Besucher. Sie war zufrieden mit der Entscheidung, beim Einlass ein 2G-System zu fahren: „Ansonsten hätten wir gerade einmal 34 Leute in den Zuschauerbereich lassen dürfen.“ Und damit wären praktisch mehr Interessierte ausgeschlossen worden als nun, da ein Corona-Tagestest nicht mehr zulässig war. Das 3G-System wurde nur noch für die Mannschaften erlaubt. Laut Kühne war auf HSC-Seite aber lediglich ein Spieler ungeimpft – und das auch nur, weil er es aus medizinischen Gründen nicht gedurft habe.

Zum Sportlichen: Die noch immer angeschlagenen Moritz Abe und Nick Schlitzberger stellten sich in den Dienst der Mannschaft und reduzierten damit die Zahl der ausfallenden Stammspieler auf zwei. Auch Rückkehrer Maximilian Friedrich steuerte wichtige Tore bei, obwohl er die Vorbereitung komplett verpasst hatte. Trotzdem lag der HSC zunächst bis zu fünf Toren hinten. Er hatte Pech bei Abprallern, die meistens in den Händen der konsequent treffenden Gäste landeten. Zudem fehlte bei mehreren Konterversuchen die Genauigkeit. So blieb im ersten Durchgang nur das gekonnte Kreisspiel auf Tom Hübner positiv zu erwähnen.

In der zweiten Hälfte drehten die Hausherren aber auf. Nachdem Torhüter Marvin Reubert sogar einen Gesichtstreffer fast regungslos weggesteckt hatte und fortan zu großer Form auflief, gab es kein Halten mehr. Der HSC hatte mehr zuzusetzen und konnte sogar zwei vergebene Siebenmeter recht locker wegstecken. Nach dem 19:19 durch Fin Willenwebers Einzelleistung hielt Landwehrhagen sechs Minuten lang seinen Kasten sauber und steuerte einem sicheren Erfolg entgegen.

„Wir sind aus dem Dornröschenschlaf endlich wieder erwacht!“, bemühte Trainer Andreas Abe einen märchenhaften Vergleich. Und Kollege Mario Groß freute es, „dass die Jungs auch gleich wieder über den Kampf ins Spiel gefunden haben“. Fehlt dem HSC nur noch ein Hallensprecher zu seinem Glück. Die Lautsprecheranlage wurde im vergangenen Jahr zumindest schon mal auf Vordermann gebracht und wartet auf neue Stimmen.

HSC Landwehrhagen: Reubert, Schmidt, Natge – Schlitzberger 7/3, Hübner 6, Willenweber 4, Abe 3, Friedrich 3, Krybus 2, Dienelt 1, Gabel-Schindler, Muraro, Trott, Spangenberg. (Manuel Brandenstein)

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