Bitterer Abend für die TG

Hatte gegen Schaumburg öfter mal den Durchblick: Thomas Eisenbach traf siebenmal. Foto: Schröter

Hann. Münden. In der Handball-Oberliga tritt die TG Münden weiter auf der Stelle. Im Heimspiel gegen Schaumburg-Nord war das Team chancenlos.

Eine Woche nach der klaren 27:33 in Dinglebe war das Team von Trainer Frank Janotta vor eigenem Publikum gegen den Tabellenvierten HSG Schaumburg-Nord chancenlos und unterlag am Ende auch in der Höhe verdient mit 26:37 (13:17).

Es war über weite Strecken eine äußerst einseitige Partie, die die rund 200 aufrechten und scheinbar unerschütterlichen TG-Fans zu sehen bekamen. Lediglich in der Anfangsphase konnten die Gastgeber einigermaßen mithalten. Zwar lagen die Schaumburger von Beginn an vorne und führten nach 17 Minuten mit 11:7, doch nach einer von Janotta genommenen Auszeit und einem Zwischenspurt mit Treffern von Georg Mendisch, Kevin Knieps und zweimal Thomas Eisenbach glichen die Mündener nach 22 Minuten zum 11:11 aus.

Das aber sollte der einzige Gleichstand der gesamten Partie bleiben. Schlimmer noch: Nachdem die Gäste das Tempo wieder angezogen und sich bis zur Pause einen Vier-Tore-Vorsprung herausgespielt hatten, dominierten sie das Geschehen im zweiten Spielabschnitt quasi nach Belieben und ließen die TG teilweise ganz alt aussehen. Mit einem starken Torwart Timo Wilke im Rücken baute die HSG ihren Vorsprung über 21:15 (37.) und 25:17 (42.) immer weiter aus und ließ so nie einen Zweifel daran aufkommen, wer am Ende als Sieger die Halle verlassen würde.

„Wie hatten heute einfach keinen Zug in der Abwehr und haben viel zu viele leichte Gegentore zugelassen“, bemängelte Frank Janotta, der neben Christian Grambow auch auf den verletzten Rechtsaußen Daniel Lieberknecht verzichten musste, das Defensivverhalten seiner Mannschaft. Kritik übte der TG-Coach aber auch am Schiedsrichtergespann. „Das waren heute nicht gerade unsere Freunde“, gab er sich nach dem Spiel sogar noch einigermaßen diplomatisch. Tatsächlich hatten die Unparteiischen bei zahlreichen fragwürdigen Entscheidungen zumeist für den Gegner entschieden und sich damit auch den Unmut der Zuschauer zugezogen.

Das aber konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die TG Münden derzeit in der Oberliga im Konzert der Großen nicht mitspielen kann. Zu eklatant sind dafür die Schwächen im Abschluss, zu harmlos das Abwehrverhalten. „Wir müssen hinten einfach mehr Charakter zeigen“, meinte auch Frank Janotta, der von einem „völlig verdienten Sieg“ der HSG Schaumburg-Nord sprach. „Daran werden wir weiter intensiv arbeiten“, versprach der Trainer. Das ist auch bitternötig, will man in einer Woche beim Tabellen-Fünften in Hameln nicht komplett untergehen.

TG Münden: Klocke, Gerland - Knieps 8/3, Eisenbach 7, Ritz 4, Backs 3, Mendisch 2, Michalke 1, Rentsch 1, Dörfler, (per)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.