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Staufenberger Handballmannschaften vor dem Wiederauftakt

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Von: Manuel Brandenstein

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Miriam Stock, TSV Escherode
Kraftvolle Aktion: Die Escheröder Spielerin Miriam Stock nimmt hier das Tor ins Visier. Der TSV erwartet am Sonntag Kaufungen. © Michael Frankfurth

Auch bei den in Hessen spielenden Vereinen aus dem Altkreis Münden werden die Zügel aufgrund immer weiter steigender Coronazahlen angezogen: Für die Heimspiele der Escheröder Handballerinnen gilt nun die 2G-Plus-Regel.

Staufenberg – Allerdings wird das für Sonntag angesetzte Heimspiel des TSV Escherode in der Frauenhandball-Bezirksliga A gegen den SV Kaufungen auf Wunsch der Gäste verlegt. In den Kaufunger Reihen bestand Kontakt zu Corona-Erkrankten. Das wurde dem TSV Escherode erst am Donnerstagabend mitgeteilt, sodass die Partie in der gedruckten Ausgabe der Mündener Allgemeinen noch angekündigt wird.

Die neue 2G-Plus-Regel sollte bereits am Sonntag angewendet werden. Demnach sind Zuschauer prinzipiell zugelassen, hätten aber geimpft oder genesen sein müssen und sollen – so die Auskunft von Spartenvorstand Gabriele Gerwig – einen offiziellen Test eines Testzentrums vorlegen. Von diesem zusätzlichen Test befreit sind alle, die bereits mit der dritten Impfung geboostert sind (das alles gilt auch für Spieler, Trainer und Betreuer). Auf den Sitzplätzen der Landwehrhäger Sporthalle müssen von nun an FFP2-Masken getragen werden.

Doch nicht nur die aktuelle Infektionslage bereitet dem TSV Sorgen. Gabriele Gerwig berichtet, dass den Staufenberger Verein auch für die aufgrund von Corona gar nicht erst gestartete Saison 2020/21 ein Punktabzug getroffen habe. Grund sind fehlende Schiedsrichter. Zudem müsse der Verein 800 Euro an den Hessischen Handballverband zahlen. „Das trifft uns schon sehr hart“, so Gerwig, zumal wir ja in der vergangenen Saison keine Einnahmen über den Spielbetrieb erzielen konnten.“ Im Endeffekt wurde der TSV sogar dafür bestraft, dass er erstmals seit vielen Jahren wieder eine eigenständige Jugendmannschaft (D-Jugend) für den Spielbetrieb melden konnte. Dadurch erhöhte sich das Schiedsrichtersoll um zwei weitere Unparteiische. Das war für den kleinen Verein nicht zu leisten. Bei den fehlenden Einnahmen seit dem Aufkommen der Pandemie schlägt auch die mittlerweile zweimal abgesagte Feier zum 100-jährigen Bestehen des TSV zu Buche. Sie war für 2020 vorgesehen und hat sich mittlerweile, so die Einschätzung von Gerwig, wohl erledigt.

Der für die Bezirksliga-Handballerinnen des TSV seit Ende November ruhende Spielbetrieb sollte mit der Heimpartie gegen Kaufungen wieder aufgenommen werden. Für das Team kam die Entscheidung des Verbands angesichts der Entwicklung der pandemischen Lage relativ überraschend. Die Mannschaft hatte aus Vorsicht seit Dezember nicht mehr trainiert und nahm erst in dieser Woche die Vorbereitung wieder auf. Immerhin sind mittlerweile alle Spielerinnen der Mannschaft von Trainer Hartmut Ditzel mit der dritten Impfung versehen.

Landwehrhagens Trainer Andreas Abe.
Musste zuletzt beim Training Abstriche machen: Landwehrhagens Trainer Andreas Abe. © Manuel Brandenstein

Die Männer des HSC Landwehrhagen starten beim Gastspiel gegen die TG Wehlheiden II (So., 14.30 Uhr, TASK-Sporthalle Kassel) ohne Zuschauer. „Unser Ziel bleibt es“, sagt Trainer Andreas Abe, „mindestens Dritter zu werden, um uns für die anschließende Meisterrunde zu qualifizieren.“ Allerdings wurde während der Weihnachtspause nicht trainiert. Der HSC stieg aber am Dienstag mit 15 Spielern wieder in den Betrieb ein. Es gibt allerdings Aufstellungssorgen. So fällt Kreisläufer Tom Hübner nach einem Bänderriss im letzten Spiel vor der Weihnachtspause aus. Er ist auch im Abwehr-Innenblock sehr wichtig. Berichten kann Abe auch von einem Neuzugang: Der zuletzt für längere Zeit pausierende Claas Hanken ist von der HSG Baunatal gekommen (Rückraum). (Manuel Brandenstein)

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