Jendrik Janottas Freizeit bestimmt der Handball – Jetzt machte der 21-Jährige auch noch die B-Lizenz

„Das ist manchmal schon happig“

B-Lizenz-Trainer mit 21 Jahren: Jendrik Janotta (Mitte) vor seiner JSG-B-Jugend. Hinter ihm rechts Co-Trainer Harald Willenweber. Foto: Brandenstein

Hann. Münden. So mancher Trainer wäre froh, wenn er acht Spieler im Training begrüßen könnte. Doch bei Jendrik Janotta liegt die Latte höher, um zufrieden zu sein. „Wir haben in den nächsten Wochen wichtige Spiele, da kann man mehr erwarten“, sagt der 21-jährige Coach der männlichen B-Jugend der JSG Münden/Volkmarshausen am Donnerstagabend. Seinen Ehrgeiz zeigt er nicht nur Woche für Woche als Oberligaspieler der TG. Nun hat er auch noch den Trainer-B-Schein bestanden, was nicht gerade alltäglich ist.

In der JSG hat nur noch Vorsitzender Markus Piszczan die zweithöchste Trainerlizenz. Hinzu kommen einige Übungsleiter mit dem C-Schein. Insgesamt kommt diese zusätzliche Qualifikation den vielen Nachwuchsspielern in Münden zugute.

Schon im fünften Jahr ist Jendrik Janotta als Jugendtrainer engagiert bei der Sache. Zu seinen Anfängen übernahm er eine D-Jugend, die er über die Jahre begleitet. Seine B-Jugend ist aktuell als Tabellendritter der Landesliga die erfolgreichste Nachwuchsmannschaft der JSG. Das kommt nicht von ungefähr. Janotta, der in Göttingen Volkswirtschaftslehre studiert, lädt seine Schützlinge gemeinsam mit Co-Trainer Harald Willenweber dreimal pro Woche zum Training ein. „Das macht in unserer Liga oft den Unterschied“, meint er. Hinzu kommen die teilweise langen Fahrten am Wochenende. Viel Einsatz ist also nötig, was dem jungen Trainer Respekt abverlangt: „Das sind motivierte Spieler, die trotz aller Belastungen im schulischen Bereich sehr ordentlich mitziehen.“ Zu seinem persönlichen Engagement sagt er: „Ich will die Jugend fördern und möglichst einige auch in den Herrenbereich bringen.“

Handball bestimmt Jendrik Janottas Freizeit komplett. Es vergeht kein Tag der Woche, an dem er nicht an seinem persönlichen Weiterkommen als Seniorenspieler oder in der Trainertätigkeit arbeitet. Insgesamt sechsmal steht Balltraining auf dem Plan. Zweimal geht es ins Fitneßstudio, und am Wochenende stehen oft zwei Pflichtspiele auf dem Programm. „Das ist manchmal schon richtig happig“, meint er, „aber die Freude unserer Jungs nach erfolgreichen Spielen entschädigt für den zeitlichen Einsatz.“

Trotz allem war er bereit, auch noch den Trainer-B-Schein durchzuziehen. Den Lehrgang leitete Ex-TG-Trainer Alexander Koke, bei dem Janotta auch während des einwöchigen Lehrgangs in Ferndorf unterkam. „Das hat mich als Trainer noch mal voran gebracht. Für meine Arbeit bei der JSG konnte ich einiges mitnehmen“, meinte Janotta, bevor er sich mit seinem Team zum Auswärtsspiel in Mascherode aufmachte. 24:24 hieß es am Ende beim Tabellenvierten. Aller Einsatz hatte sich wieder mal gelohnt.

Von Manuel Brandenstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.