Volleyballerinnen des VfL Wolfsburg bemängeln Wasser auf dem Hallenboden

TG Münden: Dem Jubel folgt der Spielabbruch

Volleyball-Spielerinnen der TG Münden jubeln. Von links Julia Wetzorke, Sarah Gronemann, Lea Theis, Elisa Heimann sowie Ann-Sophie und Paulina Franke.
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Da war die Welt noch in Ordnung: Gegen Nienhagen, im ersten Spiel des Tages, lief es für die Mündenerinnen besonders im Auftaktsatz sensationell gut. Hier jubeln von links Julia Wetzorke, Sarah Gronemann, Lea Theis, Elisa Heimann sowie Ann-Sophie und Paulina Franke.

Es hätte alles so schön sein können bei der Saison-Heimpremiere der Mündener Oberliga-Volleyballerinnen: Die Mannschaft spielte beherzt, die Zuschauer waren laut und die TG lag gegen den VfL Wolfsburg auf Siegkurs. Doch vor dem Beginn des vierten Satzes war plötzlich Schluss – Spielabbruch.

Hann. Münden – Die Gäste, die zu diesem Zeitpunkt mit 1:2-Sätzen hinten lagen, reklamierten „wiederkehrende Wasserflecken auf dem Feld“ und weigerten sich, die Partie fortzusetzen. Auch ein Ausweichen auf ein anderes – trockenes – Drittel der Halle am Werraweg lehnten die Wolfsburgerinnen ab. „Dort war es ihnen vom Licht her zu dunkel“, klärte TG Mündens Trainer Oliver Bernzen auf. Der Coach beteuerte zudem, kein defektes Dachfenster sei der Grund für das Wasser gewesen, sondern die anlaufende Heizungsanlage. „Als wir dann schließlich abgebaut haben“, so Bernzen weiter, „war kein Tropfen mehr zu sehen. Man hätte weiter spielen können.“ Die TG hat gegen den Abbruch Protest eingelegt. Ein Wiederholungsspiel will sie nur bestreiten, wenn dieses bei der zuvor erreichten 2:1-Satzführung fortgesetzt würde.

Schon im ersten Spiel gegen den SV Nienhagen hatte die Mannschaft lange überzeugen können, ehe die routinierten Gäste die Partie nach einer Mündener 2:1-Satzführung noch aus dem Feuer rissen. Besonders ihrer Topspielerin Stephanie Stilke hatte es Nienhagen zu verdanken, dass es als Sieger das Feld verließ. Auf Mündener Seite wussten die Neuzugänge Elisa Heimann (Polizeischülerin aus Bremen) und Lea Theis (TV Jahn Kassel) zu gefallen. Theis spielte Libera mit einer sehr sicheren Annahme und schaffte es auch als einzige Mündenerin, den hart geschlagenen Schmetterbällen Stilkes zu widerstehen. Heimann agierte auch in der Offensive sehr auffällig, organisierte viel im Zusammenspiel und zeigte als einzige Spielerin sehenswerte Sprungaufgaben.

Schade nur, dass die TG Münden nach einem wirklich tollen ersten Satz, in dem beim 25:16 der Angriff wie ein Uhrwerk funktionierte, die Fehlerquote deutlich nach oben schraubte. Trotzdem gelang nach einem 12:25 ein erneuter Sieg (25:15). Doch nach dem 18:25 und 12:15 im Tiebreak stand die 2. Saisonniederlage fest.

TG Münden: Schminke, Gronemann, Theis, Heimann, Wartenberg, Wetzorke, Mörk, P. Franke, Bolse, A. Franke, Schäfer, Menkhaus.

TG im Angriff: Friederike Mörk will hier den Ball über die Gegenspielerin am Netz heben.

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