Kapitäne der Altkreismannschaften

Dennis Hirsch vom TSV Jühnde: Der Frühaufsteher ist flexibel

Konzentriert bei der Sache: Dennis Hirsch hofft auf Spiele im Frühjahr.
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Konzentriert bei der Sache: Dennis Hirsch hofft auf Spiele im Frühjahr.

Es geht früh raus für Dennis Hirsch. Schon um halb fünf klingelt bei ihm nicht selten der Wecker.

Jühnde - „Dann hat man an der Arbeit die größte Ruhe“, sagt er. Das Reparieren von Reisebussen erfordert Konzentration und Verlässlichkeit. Verantwortung übernimmt er aber auch auf dem Fußballplatz, wenn er den TSV Jühnde als Kapitän aufs Feld führt.

Optimal ist der Job in Nesselröden für den gebürtigen Jühnder nicht, denn die Arbeitszeiten passen nicht wirklich zum Training der Mannschaft von Trainer Thomas Albrecht. „Ich bin ehrlich: Ich kann nicht so oft dabei sein und wäre gern etwas fitter. Aber für 90 Minuten reicht es in der Regel“, sagt Hirsch. Und das ist sogar untertrieben, denn bislang gehörte er stets zu den Leistungsträgern. Im Jahr nach dem Wiederbeginn in Jühnde (2018) war er mit 23 Saisontreffern Torschützenkönig; ein Jahr später nach der Rückkehr in die 2. Kreisklasse traf er immerhin noch zweistellig.

Doch Dennis Hirsch ist auch ein sehr variabler Spieler. Wenn es sein muss, findet er sich sogar in der Innenverteidigung zurecht. Das bewies er in der Serie 2017/18, als sein Heimatverein seine Mannschaft für eine Saison abmelden musste und er in Breitenworbis erfolgreich spielte. Doch das Intermezzo im östlichen Eichsfeld endete, nachdem der TSV Jühnde wieder an den Start ging – natürlich mit Dennis Hirsch.

Holger Bode und Thomas Albrecht bauten ein neues Team auf und Hirsch sollte dabei sein – und zwar als Mannschaftskapitän. Bei seinen Aufgaben wird er von Routinier Daniel Beister unterstützt. „Er ist für mich ein toller Vertreter, der sich um viele Sachen abseits des Platzes kümmert“, sagt Hirsch, dessen Vater und Bruder ebenfalls das TSV-Trikot getragen haben.

In der aktuellen Saison hat das Zusammenspiel auf dem Jühnder Platz noch nicht wie gewünscht funktioniert. Dennis Hirsch musste in der Abwehr aushelfen, weshalb eigene Treffer noch Mangelware sind. Doch der Ehrgeiz ist weiter vorhanden. „Wir alle hoffen, dass es im Frühjahr zumindest noch eine Teilsaison geben wird“, so der Kapitän. „Nicht zuletzt deshalb, weil wir kleineren Vereine auch unsere Leute bei der Stange halten müssen.“

Hirsch befürchtet nämlich, dass ohne Training und Spiele die Motivation bei einigen auf der Strecke bleiben könnte. Das gelte nach seiner Einschätzung vermutlich noch mehr für den Nachwuchsbereich. Die Vereine seien somit während der weiter anhaltenden Pandemie gefordert. Dennis Hirsch ist deshalb überzeugt, dass – wenn die Infektionszahlen auf ein vertretbares Maß sinken – auf jeden Fall Fußball gespielt werden solle. „Notfalls auch ohne Zuschauer“, sagt er abschließend. (Manuel Brandenstein)

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