30 Jahre Durchmarsch der Mündener Handballer

Markus Piszczan hat als Spieler, Trainer und Funktionär fast alles erlebt

Jubel in der Mündener Grotefend-Halle: Der damalige TG-Trainer Markus Piszczan (vorne) freut sich mit Ivan Stajic (links) beim Spiel gegen Hildesheim 2016.
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Jubel in der Mündener Grotefend-Halle: Der damalige TG-Trainer Markus Piszczan (vorne) freut sich mit Ivan Stajic (links) beim Spiel gegen Hildesheim 2016.

Markus Piszczan hat über Jahrzehnte den Handball in Hann. Münden geprägt – erst als Spieler, dann als Trainer (auch der TG-Männer) und schließlich jahrelang als Jugendleiter der JSG Münden/Volkmarshausen.

Hann. Münden - Auch am Durchmarsch der TG vor 30 Jahren hatte er seinen Anteil.

Zum Handball kam Markus Piszczan zusammen mit Schulkameraden der Hermannshäger Grundschule. Neben Handball spielte er Fußball (bei der TSG Münden) und Tischtennis (TTC Münden). „Hängen geblieben bin ich dann beim Handball, der mich mein ganzes Leben begleitet hat, und den ich – wenn ich könnte – auch heute noch spielen würde.“

Noch als Aktiver schlug Piszczan den Weg in die Trainerlaufbahn ein. Zusammen mit Martina Görtler gehörte er zu den Initiatoren der JSG Münden (dem vereinigten Handballnachwuchs aus TG Münden, PSV Münden und SV Schedetal Volkmarshausen), die er über Jahre hinweg an leitender Stelle begleitete.

Der Polizeibeamte nutzte die Trainerausbildung sowohl im Sport als auch im Beruf: Für den Deutschen-Handball-Bund (DHB) arbeitete er als Jugendauswahltrainer und als Lehrreferent. Einige seiner damaligen Schützlinge sind auch heute noch in der Bundesliga präsent, so der Trainer des SC Magdeburg Bennet Wiegert oder der 38-jährige Nationaltorhüter Johannes Bitter, der für die TVB Stuttgart spielt.

Zunächst war Piszczan aus Berufsgründen auch noch für verschiedene Polizeibehörden aktiv als Spielertrainer, heute koordiniert er die polizeipraktische Ausbildung an der Polizeiakademie Niedersachsen für den Studienort Hann. Münden.

Die Mündener Allgemeine feierte Markus Piszczan beim Saisonauftakt 1987 als entscheidenden Mann.

Im Rückblick stellt der verheiratete Familienvater (eine Tochter) fest: „Handball hat über 30 Jahre lang mein Leben mitbestimmt. Ob als Spieler oder als Vorstand, ob als Jugend- oder als Auswahltrainer: Es war eine spannende und erfolgreiche, eine lehr- und ereignisreiche Zeit mit Höhen und Tiefen. Viele der Freundschaften von damals haben heute noch Bestand. Meine Handballzeit hat mich auch als Persönlichkeit geprägt.“

Der gebürtige und lebenslange Mündener erlebte den bitteren Sturz der Mündener Handballer von der Oberliga (1985) bis in die Bezirksklasse (1990) mit. „Ich bin da manchmal zu Auswärtsspielen als einziger Mündener Spieler in den Bus gestiegen.“ Aber auch den Weg zurück – von 1991 bis 1995 – gestaltete er mit. „Ich bin heute noch stolz darauf, Teil dieser so erfolgreichen Mannschaft gewesen zu sein. In dieser Aufstiegsmannschaft passte alles“, erinnert sich Piszczan an die Zeit des Durchmarsches.

„Damals konnte man zu Recht ‘Mündener Jungs’ sagen, denn die Mannschaft bestand zu 99 Prozent aus Eigengewächsen sowie aus dem Glücksfall Aziz Hodzic, der als Bürgerkriegsflüchtling vom Balkan zu uns gestoßen war. Er hat als Torhüter maßgeblich am Erfolg mitgewirkt.“

Wichtig war Piszczan, dass „für diese Mannschaft nicht das Geld – so wie heute – im Vordergrund stand, sondern der Spaß am Handball und das Miteinander vor und nach dem Spiel.“

Von Edzard Korte

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