Ehrentor bleibt SG Werratal versagt - 0:8 gegen KSV

Hier fällt das 0:7 – Dominik Rudolph (SG Werratal, rechts) kann Kassels Benedikt Zahn nicht mehr stoppen. Links beobachtet Niklas Künzel die Szene; Hendrik Suslik ist halb verdeckt. Fotos: Brandenstein

Hedemünden. Das Testspiel des Fußball-Bezirksligisten SG Werratal gegen Hessen Kassel war eine klare Sache. Der Regionalligist setzte sich nach einer Steigerung in der zweiten Hälfte noch standesgemäß mit 8:0 (2:0) durch.

Zum ersten Mal überhaupt hatten die Fußballer der SG Werratal einen Regionalligisten zu Gast. 450 Zuschauer wollten beim Freundschaftsspiel des Teams von Mike Hoffmann gegen die "Löwen" anlässlich des 1000-jährigen Bestehens von Hedemünden dabei sein.

Gästetrainer Tobias Cramer konnte dem ersten Test seines aktuellen Kaders während der Saisonvorbereitung Positives abgewinnen: „Wir haben Lust auf diese Spiele und besitzen damit die Möglichkeit, uns gut zu präsentieren und Werbung für einen Besuch im Stadion zu machen.“ Was sein Team in der ersten Halbzeit zeigte, dürfte ihm jedoch weniger gefallen haben. Die beiden Tore entsprangen einem Fangfehler des Werrataler Keepers und einem Buckel im Fünfmeterraum. Der beförderte den von Brian Schwechel an sich ungefährlich geschossenen Ball plötzlich über den abgetauchten Marco Beuermann hinweg ins Tor. Hier bleibt für die Werrataler Platzwarte in der Sommerpause wohl noch etwas Arbeit.

Ansonsten stand der Bezirksligist gegen die noch ohne ihren Torjäger Sebastian Schmeer angetretenen Nordhessen in der Defensive zunächst gut. André Thüne lieferte sich mit dem drittligaerfahrenen KSV-Neuzugang Sebastian Szimayer einige Zweikämpfe, die er oft sogar gewann. Auch Dominik Rudolph und Manuel Schanz zeigten in Duellen mit Admir Saric viel Geschick.

Nach vorne ging für die Hausherren aber nur selten etwas. Am nächsten dran an einem Treffer war Fabian Winter, der - allerdings schon recht spät in der zweiten Hälfte - einen Gewaltschuss knapp am Tor vorbeizog. Ansonsten drehte Kassel nach zahlreichen Wechseln in der zweiten Halbzeit mächtig auf und demonstrierte doch noch sehenswertes Kombinationsspiel. Rolf Sattorov war überhaupt nicht in den Griff zu bekommen; ihm gelangen vier Treffer.

Ehrentor bleibt SG Werratal versagt - 0:8 gegen KSV

Eine noch höhere Niederlage verhinderte Fabian Rippe unter anderem mit guten Paraden gegen Saric und Teststürmer Benedikt Zahn (SF Siegen). Nur zwei Monate nach einem mehrfachen Schädelbasisbruch, den er sich in einem Spiel der Werrataler Dritten zugezogen hatte, lief Rippe wie Arsenal Londons Keeper Petr Cech mit einem Kopfschutz auf. „Ob es was bringt, weiß ich nicht, aber ich gehe auf Nummer sicher“, meinte der SG-Schlussmann. Die gepolsterte, schwarze Haube hatte er aus England von einem Anbieter für Rugby-Artikel bestellt.

Gegen seinen alten Verein spielte Werratals Flügelflitzer Hendrik Suslik. Insgesamt drei Jahre hatte der 27-Jährige im Nachwuchs der Hessen zugebracht. Bruder Dominik stieg 2006 sogar mit den Löwen in die Drittklassigkeit auf. Heute arbeitet er unter anderem bei Hannover 96 als Athletiktrainer. Der Sport wird übrigens auch Hendrik weiter begleiten. Er beginnt in Gießen sein Referendariat als Lehrer für Spanisch und Sport. Es könnte also sein, dass die Werrataler in puncto Neuzugänge noch etwas tun müssen. „Wir sind da dran“, sagt Vorsitzender Klaus Burhenne, der sich aber erst mal über den am Mittwoch in der Halbzeitpause unterzeichneten Nachwuchs-Kooperationsvertrag mit der JSG Dreiflüssestadt freute (Bericht folgt). Als erstes Zeichen der Zusammenarbeit stellten die G-Jugend-Teams beider Vereine die Einlaufkinder.

Tore: 0:1 Szimayer (37.), 0:2 Schwechel (42.), 0:3, 0:4, 0:5, 0:6 alle Sattorov (48./53./60./63.), 0:7 Zahn (77.), 0:8 Evljuskin (83.)

Von Manuel Brandenstein

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