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Südniedersachsen: Testpflicht hat Folgen für Sportvereine

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Von: Manuel Brandenstein

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Coronavirus - Schnelltest
Corona-Schnelltest mit negativem Ergebnis © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die 2G-Plus-Regel in Niedersachsen macht den Sportvereinen zu schaffen. Die meisten Ligen sind unterbrochen worden, und trotz der Möglichkeit zu Selbsttests haben einige Vereine bereits Training und weitere Angebote eingestellt.

Hann. Münden – Die niedersächsische Staatskanzlei teilte Ende vergangenen Woche mit, dass eine vom Verein autorisierte Person die Tests vor den Trainingseinheiten überwachen und dokumentieren darf. So sind Terminvereinbarungen, beispielsweise mit den Testzentren, überflüssig. Die Vereine werden dadurch zwar organisatorisch entlastet, doch finanziell stellt das nicht selten eine Herausforderung dar. Einigen Vereinen erscheint trotzdem die Lage zu unsicher. Sie haben vorerst den Sportbetrieb eingestellt. Damit ist genau das eingetreten, was vermieden werden sollte: nämlich die Vereine weiter zu schwächen.

Klaus Dreßler, Sprecher des Kreissportbundes Göttingen-Osterode, berichtet auf Nachfrage davon, dass mancher Verein es unter anderem ablehne, den Übungsleitern die Verantwortung für die Vorgaben-getreue Durchführung der Coronatests „aufs Auge zu drücken“. So hätten acht Duderstädter Vereine ihre Aktivitäten auf Eis gelegt. Der Judoclub Landwehrhagen schickte eine Meldung, wonach auch er bis zum Ende der Weihnachtsferien das Training unterbreche. Eine Ausnahme bilde der Marathon- Stützpunkt. Das Lauftraining finde wie gewohnt jeden Sonntag, 9 Uhr, an der Sporthalle in Landwehrhagen statt. Die JSG Münden/Volkmarshausen hatte bereits vergangene Woche, nachdem der Spielbetrieb des Handballverbands Niedersachsen unterbrochen worden war, angekündigt, erst mal nicht mehr trainieren zu wollen. Anders sieht es bei den Männern der TG Münden und den Frauen des SV Schedetal/Volkmarshausen aus, die sich fit halten wollen, um eventuell im Januar oder Februar wieder relativ problemlos in den Punktspielbetrieb einsteigen zu können.

Wie die Hallensportarten hat auch der Fußballbezirk Braunschweig den Spielbetrieb eingestellt. Der NFV weist noch einmal darauf hin, dass die Benutzung von Sportplatz-Umkleiden (Training unter freiem Himmel stets unter 2G-Regeln) nur mit der 2G-Plus-Regel erlaubt ist. Auch hier sind Tests zur Eigenanwendung vor Ort unter Vereins-Aufsicht zugelassen. Beim Trainings- und Spielbetrieb in der Halle gilt 2G-Plus für Sportler und Zuschauer. Für die Zuschauer besteht zudem Maskenpflicht. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre gelten diese Regeln nicht.  (Manuel Brandenstein)

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