Handballoberliga: Die TG Münden leidet aktuell unter schlimmen Fingern

Nun den ersten Heimsieg

Eine ganze Serie von Fingerverletzungen macht dem Mündener Trainerduo Matthias Linke und Dominic Leinhart zu schaffen.

Hann. Münden. Mit einem Heimsieg im Kellerduell gegen die SG Börde wollen die Oberliga-Handballer der TG Münden den nächsten Schritt in Richtung Tabellenmittelfeld machen (Anwurf in der Gymnasiumhalle: Samstag, 19.15 Uhr).

Drei Wochen ist es her, dass die Mündener zuletzt im Einsatz waren und im Derby bei der HG Rosdorf-Grone ihren ersten (wenn auch mit 22:20 knappen) Saisonerfolg feierten. „Das war zwar insgesamt kein sonderlich gutes Spiel, aber wir haben uns als Einheit präsentiert und das Ding trotz unserer personellen Misere am Ende auch verdient gewonnen“, sagt Trainer Matthias Linke.

Die Hoffnung, dass sich die Personalsituation während der Ferienpause bessert, hat sich indes zerschlagen. „Bei Christian Grambow hatten wir damit gerechnet, dass er am Samstag erstmals in dieser Saison auflaufen würde, aber der Heilungsprozess verläuft nach seiner Operation leider langsamer als erwartet“, sagt Linke. Einen Einsatz gegen Börde hält er für ausgeschlossen. Noch schlimmer steht es um Neuzugang Pelle Schilke, dessen Fingerverletzung ausgeheilt schien, der nun aber wegen erneuter Komplikationen ein weiteres Mal unters Messer muss und für den Rest des Jahres auszufallen droht. Der ebenfalls am Finger verletzte Rückraumspieler Pascal Pfaffenbach wird vermutlich frühestens im März wieder eingreifen können. Und nun hat sich auch noch Daniel Lieberknecht unter der Woche einen Finger angebrochen, was seinen Einsatz unmöglich macht. Damit stehen den Trainern Matthias Linke und Dominic Leinhart maximal zehn Spieler zur Verfügung.

Auch wenn das keine guten Voraussetzungen sind, gibt sich Linke kämpferisch. „In Rosdorf haben wir in ganz ähnlicher Besetzung gewonnen, warum sollte uns das nicht auch gegen Börde gelingen“, sagt er. Voraussetzung für einen Erfolg sei, dass die Abwehr wieder stabil steht und die gegnerischen Angreifer zu Fehlern zwingt. „Und natürlich müssen wir dann vorne auch die sich bietenden Chancen konsequent nutzen.“

Ein ernst zu nehmender Gast

Dass die Gäste, die nach vier Niederlagen und einem Remis als Vorletzte noch einen Platz hinter den Mündenern liegen, dennoch ein ernst zu nehmender Gegner sind, zeigen ihre bisherigen Ergebnisse. Gegen den Tabellendritten aus Schaumburg holten sie beim 34:34-Unentschieden ihren einzigen Punkt. Gegen Plesse-Hardenberg unterlag Börde erst in letzter Sekunde und gegen Lehrte warfen sie nur drei Tore weniger als der Gegner. Beste Werfer auf Seiten der SG waren bisher Kenny Blotor und Simon Ratzke mit jeweils 25 Treffern. Gelingt es den Mündenern, diese beiden zu stoppen und an die mannschaftlich geschlossene Leistung des Rosdorf-Spiels anzuknüpfen, dann sollte dem ersten Heimsieg der Saison nichts im Wege stehen. (per)

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