20-jähriger Hann. Mündener wird belohnt

Erster Profi-Vertrag für Mündener Eishockeyspieler Lasse Bödefeld

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Seine Entwicklung geht weiter: Lasse Bödefeld trug in der abgelaufenen Saison erstmals das Zweitligatrikot der Kassel Huskies.

Für Lasse Bödefeld, Mündens einzigen Eishockeyspieler, haben sich in der abgelaufenen Saison neue Perspektiven eröffnet: 14-Mal stand er im Zweitligakader der Kassel Huskies. Jetzt unterschrieb der 20-Jährige sogar seinen ersten Profivertrag.

„Die abgelaufene war für mich die bislang wichtigste Saison, in der auch unheimlich viel passiert ist“, berichtet Lasse Bödefeld im HNA-Gespräch. Nicht nur in seinem Lehramtsstudium an der Kasseler Uni war er gefordert. Auf dem Eis holte er alles heraus, was ging.

In seiner letzten Serie im Nachwuchs der Huskies wollte er sich mit einer starken Leistung verabschieden. Das gelang auch: Zwar spielte die Mannschaft eine schwache erste Saisonhälfte, doch auf Bödefeld war fast immer verlass. Mit 91 Punkten (46 Tore und 45 Vorlagen) avancierte er zum Topscorer der gesamten Liga (DNL2/DNL3). Als Mannschaftskapitän trug er zudem das C auf dem Trikot und durfte bald bei den Profis mittrainieren.

Parallel dazu lief er wie im Vorjahr für Oberligist Braunlage auf. „Die Einsätze dort haben mir in diesem Jahr sehr viel gebracht“, sagt Bödefeld. Er habe in 25 Spielen viel Eiszeit erhalten und am Ende hätten immerhin zwölf Punkte auf seinem Konto gestanden.

Mit einem Einsatz im Profikader der Huskies hatte er noch gar nicht gerechnet. Doch dann gab es viele Verletzte; auch beim Kasseler Kooperationspartner in Wolfsburg. Profi-Ersatz blieb aus und so fiel der Blick der Verantwortlichen auf ihn. „Nach einem Training, bei dem ich in der vierten Sturmreihe spielen durfte, sagte mir der damalige Trainer Rico Rossi, dass ich am Abend gegen Ravenburg spielen würde. Das war natürlich sehr aufregend“, erinnert sich der Mündener. Und auch wenn seine Premiere mit 2:6 verloren ging, dürfte die Partie vor 3700 Zuschauern für immer in Erinnerung bleiben.

Insgesamt 14 Spiele durfte er bestreiten. Und nicht immer war es leicht. Denn die Kasseler sollten noch mehrere Trainer und zahlreiche Spieler wahrend der Saison in den Kader holen. Geholfen hat das alles nichts, denn das Team verpasste nach entscheidenden Niederlagen gegen den ETC Crimmitschau sogar die Playoffs.

Zur neuen Saison müssen viele Spieler den Klub verlassen. Ein Neuaufbau ist angesagt, bei dem Lasse Bödefeld eine Rolle spielen könnte. „Ich gehe derzeit aber davon aus, dass ich trotz Profi-Vertrags mehr Zeit bei unserem zweiten Kooperationspartner verbringen werde. Aber ich werde auch meine Chance in Kassel bekommen, um mich dort zu beweisen.“ Ob der zweite Kasseler Partnerverein erneut Braunlage heißen wird, scheint noch offen zu sein. Im Harz gab es ein Insolvenzverfahren, doch die Falken wollen weitermachen. „Ich lebe einfach meinen Traum vom Profi-Eishockey weiter. Jetzt geht es doch erst richtig los!“, betont Bödefeld, der vorerst sein Studium parallel weiterführen möchte.

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