Entscheidung im April 2018

Fusion vom TG und TSG Münden geht voran - Aktueller Stand

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Im Vorfeld der geplanten Fusion: Jens Ripke (links) und Thomas Scheffler freuen sich auf das gemeinsame Projekt.

Hann. Münden. Schon Ende des Sommers 2018 könnte es für die beiden Sportvereine TG und TSG Münden unter einem Dach und mit gemeinsamer Führung weitergehen. Wir fassen den aktuellen Stand der Fusion zusammen.

Die Vorgeschichte der Fusion von TG und TSG Münden

Schon vor zehn Jahren spielten TG und TSG (damals noch im Gespräch mit dem SV Schedetal) die Vision eines Mündener Großvereins durch. Letztlich verlief alles im Sande, doch seit nun rund anderthalb Jahren sind sich die Vorstände von TG und TSG einig, einen zukunftsfähigen Breitensportverein mit stabil über 1000 Mitgliedern auf den Weg zu bringen (TG meldete 2017 rund 600 Mitglieder; TSG rund 400). Dazu gab es mehrere Arbeitsgruppen, in denen Vereinsmitglieder ihre Ideen einbringen konnten.

Worum geht es bei der Fusion von TG und TSG Münden?

Der neue Verein will sein Sportangebot ausweiten und lädt daher weiterhin auch kleinere Vereine dazu ein, unter das geplante, neue Dach zu schlüpfen. „Münden braucht eigentlich nur einen großen Verein, der den Menschen ein breit gefächertes Sportangebot bieten kann“, ist Jens Ripke (51), Vorsitzender der TSG überzeugt. Durch den Zusammenschluss sollen die einzelnen Sportgruppen wieder größer und damit attraktiver werden.

Ziel ist es zudem, den Mitgliedern einen Mehrwert zu bieten. Zum Beispiel im Bereich Fitness und Gesundheitssport. „Wenn weitere Vereine hinzukämen“, sagt TG-Vorsitzender Thomas Scheffler (56), „könnte man auch etwas mehr wagen und vielleicht an eine neue Vereinsimmobilie denken, die den Mitgliedern mehr Möglichkeiten bietet. Aber dafür müsste es noch weitere Mitstreiter geben.“

Entscheidung zur Fusion im April

„Auch wenn viele gar nicht geglaubt haben, dass wir so weit kommen, sind wir jetzt auf der Zielgeraden“, freut sich Thomas Scheffler. Am 19. (TSG) und 20. April (TG) finden die Jahreshauptversammlungen der noch getrennten Stammvereine statt. Dort können die Mitglieder endgültig über die Fusion abstimmen. Benötigt werden 75 Prozent Ja-Stimmen. Kommt es, wie von Scheffler und Ripke erhofft, könnte die Eintragung des neuen Klubs in das Vereinsregister Mitte des Jahres wirksam werden. Danach würde bei einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung der neue Vorstand gewählt.

Der neue Verein

Der Name „TG Münden“ soll als starke Marke erhalten bleiben. Die Vereinsfarben Gelb und Rot werden aber von der TSG übernommen. Das Blau der TG hätte ausgedient. So würden beide Vereine Zugeständnisse machen. Für den zunächst vierköpfigen geschäftsführenden Vorstand, der per Satzung um eine Position erweiterbar sein wird, bewerben sich bisher neben Thomas Scheffler und Jens Ripke auch Martin Gronemann (Geschäftsführer TSG) und Reiner Schmitz (2. Vors. TG). Das Quartett will gleichberechtigt aber in unterschiedlichen Aufgabenfeldern arbeiten. Einen 1. Vorsitzenden oder Präsidenten soll es nicht geben.

Was soll nach der Fusion anders werden?

Scheffler und Ripke sehen die Vereinsentwicklung angesichts des demografischen Wandels und der geringer werdenden Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, pragmatisch. Das Vereinsleben soll erhalten bleiben. Aber die beiden Vorstände der Mündener Sparkasse und der VR-Bank Südniedersachsen sind sich einig, dass es einer Professionalisierung bedarf.

Deshalb soll die Stelle eines hauptamtlichen Geschäftsführers geschaffen werden, was sich mit der Zeit zu einem Vollzeitjob entwickeln könnte. Neben Verwaltungsaufgaben wäre der Geschäftsführer für die Koordination des Sportangebots und den noch zu belebenden Kontakt zu Mündener Schulen verantwortlich. So soll die Nachwuchsgewinnung gezielter als bisher erfolgen können. Die Jugendhandball-Spielgemeinschaft mit dem SV Schedetal soll weitergeführt werden.

Außerdem: Die „neue TG“ ist offen, den Fußballsport zu integrieren (voraussichtlich nur im Nachwuchsbereich). Die TSG hatte unter dem damaligen Spartenleiter Jens Ripke den Fußball Anfang der 2000er-Jahre abgespalten; genauso wie der Mündener SV. Fortan bildete der neu gegründete 1. FC Werder Münden die Heimat der Fußballer. Mittlerweile hat das die Jugendkooperation JSG Dreiflüssestadt übernommen.

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