Fußballkreis Göttingen-Osterode braucht bald neuen Chef

Bei Turnieren vor Ort: Hans-Jürgen Lotz (rechts), hier in einem Gespräch mit Escherodes Spieler Tim Brückmann während der letztjährigen Hallenkreismeisterschaft. Foto: Brandenstein

Hann. Münden. Im Interview spricht Hans-Jörgen Lotz, 1. Vorsitzender des Fußballkreises Göttingen-Osterode, über seinen geplanten Abschied. 2016 ist er 20 Jahre im Amt.

Gerade hat Hans-Jürgen Lotz seinen 70. Geburtstag gefeiert und erhielt dabei viele Glückwünsche aus dem Fußball-Kreis Göttingen-Osterode. Als dessen Vorsitzender geht er nun in sein letztes Jahr. Beim Kreisfußballtag 2016 wird der gebürtige Hedemündener sein Amt als 1. Vorsitzender nach 20 Jahren abgeben.

Herr Lotz, was hat dazu beigetragen, dass sie nicht mehr kandidieren werden? Hans-Jürgen Lotz: Es ist wie überall bei den Ehrenämtern: Kaum jemand will es machen. Und wenn man dann doch einen etwas Jüngeren gefunden hat, der sich die Aufgabe zutraut, dann sollte man den Wechsel auch durchziehen. Kann man schon den Namen erfahren? Lotz: Natürlich wird bei uns jeder Posten im Endeffekt demokratisch gewählt, aber man muss eine solche Wahl natürlich vorbereiten. Alles andere wäre blauäugig. Mein Stellvertreter Gerhard Dix wäre bereit, sich wählen zu lassen. Er hat langjährige Erfahrung im Kreis Osterode und geht zudem bald in Rente, was in puncto zeitlichem Aufwand für dieses Amt nicht unwichtig ist. Sie sind fast zwei Jahrzehnte lang Vorsitzender. Wie steht denn der Kreis derzeit da? Lotz: Ich denke, dass er sich durchaus sehen lassen kann. Er hat mit seinen ungefähr 160 Vereinen und rund 30 000 Mitgliedern unter anderem im Landesverband einen sehr guten Ruf. Die Fusion mit Osterode vor zwei Jahren war nötig, der demographische Wandel wird auch das Göttinger Gebiet treffen wird. Das sieht man jetzt schon anhand der weniger werdenden Mannschaften. Gerade in der aktuellen Saison fällt auf, dass viele Auf- und Abstiegsentscheidungen am Grünen Tisch und nicht durch den sportlichen Wettkampf fallen. Ist das auch schon eine Auswirkung des Wandels? Lotz: Das kann man nicht genau sagen. Auf jeden Fall wäre es uns im Kreisvorstand auch lieber, wenn die zu Saisonbeginn ausgegebenen Auf- und Abstiegsregelungen am Ende Bestand hätten. So extrem wie in dieser Saison habe ich das noch nicht erlebt. Dass zum Beispiel aus der Kreisliga niemand absteigt, gab es zuvor noch nicht. In dieser Klasse müssen wir aber immer auf mindestens 14 Mannschaften kommen. Das ist uns vom Landesverband vorgegeben. Wenn es dann zu Fusionen oder Rückzügen von Vereinen kommt, muss man sich halt etwas einfallen lassen. Wo gibt es denn weitere Baustellen? Lotz: Womit ich sehr unzufrieden bin, ist die Tatsache, dass wir im Altherrenbereich keinen Spielbetrieb auf die Beine stellen können, noch nicht mal ein Kreismeisterschaftsturnier. Und das trotz der großen Bemührungen von Jörg Lohse aus dem Kreisspielausschuss. Außerdem war die Beteiligung an der Kreis-Hallenrunde zuletzt sehr dürftig. Kann es sein, dass dieser Wettbewerb sogar wegfällt? Lotz: Das müssen letztlich die Vereine entscheiden. Wichtig für den kommenden Winter ist, dass wir alle Kreisturniere nach Futsal-Regeln spielen müssen. Wir werden abwarten, wie das angenommen wird. Ich persönlich bin für eine Hallenmeisterschaft, die natürlich nicht auf Kosten der Vereinsturniere im Winterhalbjahr gehen soll.

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