Zusätzlicher Doppelspieltag

Saison der Kreisliga und 1. Kreisklasse dürfte am Wochenende verlängert werden

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Carsten Jahns, Staffelleiter der Kreisliga.

Hann. Münden. Gestern war er wieder da – der Tag des Kopfschüttelns und des Fluchens. Das ist in den vergangenen Wochen jeden Donnerstag so. Donnerstags schätzt die Sportredaktion die Chancen ein, ob am darauf folgenden Wochenende vielleicht doch wieder der Ball rollen kann.

Aber Regen und Schnee machten gestern erneut klar, dass auf den Rasenplätzen der Region wohl wieder gähnende Leere herrschen wird. Deshalb sieht sich nach dem Bezirk, der bis zum 17. Juni spielen wird, mittlerweile auch der Fußballkreis gezwungen, die Saison zu verlängern. Schon am kommenden Wochenende soll in diese Richtung entschieden werden.

„Wir werden darum wohl nicht herumkommen. Vermutlich wird die Saison erst mal um einen Doppelspieltag an einem Freitagabend und an einem Sonntag verlängert“, berichtet Kreisliga-Staffelleiter Carsten Jahns auf Nachfrage. „Würden dann auch noch an Ostern die meisten Spiele ausfallen, wäre das fast schon ein Super-Gau für uns“, so Jahns weiter. Denn die Termine im Juni (bisher geplantes Saisonende am 10. 6.) sind knapp. Kreis-Vorsitzender Hans-Dieter Dethlefs erwähnt zum Beispiel einen unumstößlichen Termin: Am 16. Juni findet der Krombacher Pokal-Endspieltag statt (vom 17.6. wegen eines WM-Spiels mit Deutscher Beteiligung vorgezogen). Sollte die Kreisliga aber mit nur einem zusätzlichen Doppelspieltag nicht auskommen, könnte es sogar erstmals dazu kommen, dass nach den Kreispokalendspielen noch einmal die Liga ran muss.

Auch in der 1. Kreisklasse sind in diesem Jahr bereits drei Spieltage mehr oder weniger komplett ausgefallen. Deshalb kann sich Staffelleiter Manfred Förster auch hier eine Saisonverlängerung sehr gut vorstellen. Denn umso tiefer es in der Ligen-Hierarchie geht, desto weniger sind die Mannschaften in der Lage, unter der Woche Mannschaften für Pflichtspiele aufzustellen.

Manfred Förster beschreibt weitere Probleme, um im Juni neue Termine zu finden: Einige Sportplätze in Göttingen fielen dann schon weg, weil sie zu Kunstrasen umgebaut würden. Außerdem gäbe es Konkurrenzveranstaltungen wie Footballspiele, Radrennen oder Volksläufe. Und nicht zuletzt haben viele Teams Ende Juni ihre Saisonabschlussfahrten bereits gebucht. „Auf alles Rücksicht zu nehmen, ist eigentlich nicht möglich“, so Förster.

Dass in der kommenden Woche, also über Ostern, tatsächlich gespielt werden kann, glauben im Altkreis Münden nur noch wenige. Dransfelds Geschäftsführer Friedel Rehkop winkt bei Fragen zu den anstehenden Heimspielen gegen Höherberg (Sonntag, 25.3.) und Groß Schneen (Gründonnerstag, 29.3.) ab. „Wir konnten bisher aufgrund des Frostes im Boden unser Spielfeld noch nicht aufbereiten. Das Heimspiel gegen Groß Schneen könnte aber vom Heimrecht her getauscht werden“, meint Rehkop. Allerdings müsste dann in Friedland gespielt werden, da in Groß Schneen aufgrund eines Umbaus keine Kabinen zur Verfügung stehen.

Sollte das Osterwochenende aber komplett flachfallen, hätte der DSC selbst mit der erwarteten Saisonverlängerung in elf Wochen 18 Punktspiele und mindestens noch ein Pokalspiel auszutragen. Das einzig Gute daran wäre: Auch die Konkurrenz hätte bei den vielen Wochentagsspielen Aufstellungssorgen, sodass es zahlreiche überraschende Resultate geben dürfte. Für Kreisliga-Schlusslicht DSC zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer. 

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