4:2 gut für die Moral / Gäste schwächen sich selbst

Spiel der Woche: TSV Jühnde besiegt Werder Münden im Kellerduell

Mündener Tackling: Maximilian Siegmann wird hier von Stefan Dernbach (am Boden) gestoppt. Foto: Brandenstein

Jühnde. Sechs Tore, zwei Platzverweise, und eine große Portion Kampf – das waren in Jühnde die Zutaten für ein schmackhaftes Gericht zum Abschluss der Hinserie in der 1. Fußball-Kreisklasse-Süd.

Mit 4:2 (2:0) setzte sich der gastgebende TSV gegen Schlusslicht Werder Münden durch. Für Jühnde ein wichtiger Schritt in Richtung Tabellenmittelfeld, auch wenn Trainer Holger Bode betonte: „Wir bleiben zunächst erst mal im Abstiegskampf.“

Beide Mannschaften hatten sich für den letzten Auftritt vor der vier Monate langen Winterpause viel vorgenommen. Werder Münden, das erneut auf André Trapp setzen konnte, war sogleich anzumerken, dass es sein mageres Punktekonto mit einem überraschenden Dreier aufstocken wollte. In der ersten Viertelstunde präsentierten sich die Gäste mindestens gleichwertig. Der auffällig agierende Tim-Oliver Wasmuth zwang Jühndes Torhüter Ricardo Krebs zu einer ersten Parade (13.). Dann stellten sich die Mündener aber selbst ein Bein und machten ihren bis dahin guten Auftritt zunichte: Plötzlich gab es in der Defensive keine Absicherung mehr. Jühndes kaum zu stoppender Jannis Bleyer sowie Thomas Held liefen allein auf Keeper Michael Trapp zu, und Held vollendet zum 1:0 (20.).

Fortan hatte Jühnde die Mehrzahl an klaren Chancen. Verdientermaßen legte Jannis Bleyer in einer Kopie des 1:0 den zweiten Treffer nach. Diesmal legte ihm im Strafraum Andreas Linne den Ball punktgenau auf (44.).

In der Halbzeit gab es auf Mündener Seite lautstarke Diskussionen. Das Team wollte sich noch nicht geschlagen geben und kam nach schöner Vorarbeit von Julian Messerschmied durch den nach seiner Einwechslung gefährlichen Alexander Dietrich zum Anschluss (53.).

In den Zweikämpfen ging es nun ruppiger zu. Die Jühnder merkten, dass sie ihren Aufwand erhöhen mussten und taten das auch. Damit hatten die Gäste Probleme. Und sie ließen sich provozieren. Zweimal wurden Schlagbewegungen von Werder-Spielern durch Schiri Julius Barth zu Recht mit Rot bedacht. Die Situation am Tabellenende schien sich auch auf die Nerven auszuwirken. Das nutzten die Jühnder nun geschickt mit zwei weiteren Treffern aus. „Das war ein wichtiger Sieg für unsere Moral“, meinte Holger Bode. „Es ist schön, mit so einem Erfolg in die Pause zu gehen.“ Für Werder ist die Lage aber noch längst nicht aussichtslos. Auch ihre Moral stimmte gestern. Was fehlte, war die Disziplin in hektischen Situationen. TSV Jühnde: Krebs – Siegmann, Hirsch, Elend, Heinrich – M. Bleyer, J. Bode – Linne, Dette, Held – J. Bleyer. Eingewechselt: M. Elend, Sohnrey, Kleinhans. Werder Münden: M. Trapp – Messerschmied, Dernbach, Wasmuth – Gosniz, Biletic, Piszczan, Touré – A. Trapp – Demaj, Rees. Eingewechselt: Dietrich, Riemann, Youssef SR: Barth (Gimte) Tore: 1:0 Held (20.), 2:0 J. Bleyer (44.), 2:1 Dietrich (53.), 3:1 Held (69.), 4:1 Sohnrey (75.), 4:2 Biletic (84.). Rote Karten: Riemann, Rees (beide Werder, 58./77.).

Von Manuel Brandenstein

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