Boxturnier in der Jahnturnhalle: Drei Mündener Kämpfer mussten passen

Nur der Jüngste steht im Ring

Hätten sich diesmal mehr Zuschauer gewünscht: Bernd Kulle (links) und Andrej Weber. Archivbild: Brandenstein

Hann. Münden. Mit den Kämpfen bei ihrem Boxturnier in der Mündener Jahnturnhalle waren die Organisatoren Bernd Kulle und Andrej Weber zwar zufrieden, mit dem Zuschauerzuspruch jedoch nicht. „Vermutlich hatten wir an diesem Samstag zu viele Konkurrenzveranstaltungen“, vermutet Kulle. Im vergangenen Jahr war die Halle noch sehr gut besucht gewesen. Diesmal waren die Experten fast unter sich.

Trotzdem legten sich die Sportler mächtig ins Zeug. Bitte für Kulle war die Tatsache, dass sein Hauptkampf des Nachmittags auf ärztlichen Rat hin abgesagt werden musste. Der Mündener Thorsten Schulz klagte über Magenkrämpfe. Der Boxclub hatte zwar noch Hoffnung gehabt, dass Schulz am Ende des Turniers doch in den Ring steigen könnte, das erfüllte sich jedoch nicht. „Thorstens Kampf gegen den Hildesheimer Jan Laubert wäre sportlich bestimmt ein Highlight gewesen. Bitter ist auch, dass wir uns sechs Wochen lang auf diesem Kampf vorbereitet hatten“, sagt Bernd Kulle.

Hinzu kam, dass die Gegner von David Reich und File Zani überraschend nicht antraten. Die Gründe, warum die Boxer aus Wolfenbüttel und Mühlhausen nicht erschienen, blieben unklar. „So konnten meine Jungs leider nicht zeigen, was sie sich erarbeitet haben“, meinte Kulle enttäuscht.

Aus Mündener Sicht kam wenigstens der Jüngste im Ring, der elfjährige Markus Gerassimenko zum Einsatz. Gegen den um einen Kopf größeren Emir Can aus Dietzenbach unterlag er knapp mit 1:2 Punkten. Der Nachwuchsmann erhielt trotzdem viel Applaus, da er eine kämpferisch großartige Leistung zeigte. Unter anderem zollte Jörg Wieland vom Mündener Bauverein seine Anerkennung.

Thorsten Schmook führte gewohnt emotional durchs zweieinhalbstündige Programm. Stimmung kam besonders auf, als beim vierten Kampf des Tages Steven Mundt (BSV Kassel) und Evgeniy Matrasov (Dietzenbach) aufeinandertrafen. Beide lieferten sich einen höchst ausgeglichen Kampf. Der Kasseler gewann letztlich 2:1. „Ganz besonders möchte ich mich bei unserem Ringarzt Dr. Johannes Hensel bedanken“, meinte Bernd Kulle abschließend. Der Organisator selbst konnte sich letztlich auch noch über eine persönliche Auszeichnung freuen: Er bekam aus den Händen des Vorsitzenden des Niedersächsischen Amateur-Boxverbands, Heinz Gerdes, für sein jahrelanges Engagement die Silberne Ehrennadel verliehen.

Von Manuel Brandenstein

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