Erfolgreiches Hallenturnier

Junge Mannschaft des OSC Vellmar gewinnt in Münden

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Abgeblockt: Diese Chance kann Werratals Leon Fromm (grünes Trikot) nicht nutzen. Die Türkgücü-Spieler Aydin Demircan (von links), Oliver Wasmuth und Torhüter Murat Özgen stoppen den Ball.  

Hann. Münden. Das erste Hallenturnier des Winters in Münden stand für die heimischen Mannschaften unter keinem guten Stern. Während sie mit der Pokalvergabe nichts zu tun hatten, sicherte sich der OSC Vellmar den Sieg.

Pokalverteidiger Türkgücü Münden I, die SG Werratal, Tuspo Gimte I und II sowie der Bonaforther SV und Türkgücü II verpassten allesamt das Halbfinale.

Schon während der Spiele der beiden Vorrundengruppen am Samstag hatte es Enttäuschungen gegeben. So belegte Bezirksligist Tuspo Gimte nur den vorletzten Platz und war in der Endrunde am Sonntag gar nicht mehr vertreten. Im vergangenen Jahr hatten sich die Gimter immerhin den dritten Platz in der Gymnasiumshalle geholt. Von den etablierten Bezirksligaspielern bot der Tuspo lediglich Lukas Bock auf, ansonsten musste der Nachwuchs ran. Co-Trainer Mario Bock, der das Team betreute, meinte: „Immer wenn es etwas härter wurde, haben wir zurückgesteckt. So kam unser Spiel ins Stocken.“ Am kommenden Wochenende soll es anders laufen. Dann richtet der Tuspo in der Gimter Halle sein eigenes Turnier aus.

Gastgeber besiegen Werratal

Besser als die erste Mannschaft war die Gimter U23 unterwegs. Sie bezwang sogar Gastgeber Türkgücü I (1:0) und kam als Gruppensieger weiter. Hier machte allein schon die Anwesenheit beider Trainer deutlich, dass die Mannschaft das Turnier ernst nahm. In der Endrunde war aber ebenfalls Endstation – der Tuspo ergatterte hier nur einen Punkt.

Ähnlich erging es Kreisligist SG Werratal, der in der Vorrunde aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem VfL Oker weitergekommen war. In der Endrunde blieb es für die Mannschaft, die sich sogar selbst coachen durfte, bei einem Punktgewinn. Das prestigeträchtige Duell gegen Kreisligakonkurrent Türkgücü Münden I ging deutlich mit 2:5 verloren. Die mit einem offensiven Torhüter agierenden Werrataler gingen zwar durch Leon Fromm in Führung, verzockten sich aber im weiteren Verlauf. Türkgücü – für das noch ohne neuen Trainer dastehende Team hatte Cem Polat die Verantwortung – klaute Werratal die Bälle, traf mit Kontern oder auch mit langen Schüssen zum Sieg durch die Treffer von Wasmuth, Polat, B. Özgen (2) und Hasanovic. Für die SG traf noch Armbrust zum zwischenzeitlichen 2:2.

Letztlich sollte aber auch Gastgeber Türkgücü das Halbfinale nicht erreichen. „Das Niveau heute war für uns einfach zu hoch; uns hat auch die Luft gefehlt“, meinte Cem Polat. Sportlich war er nach dem klaren Derbysieg gegen Werratal durchaus zufrieden.

Trotzdem dürfte es für die Mannschaft, die sich im Abstiegskampf der Kreisliga befindet, wichtig sein, möglichst schnell einen neuen Trainer zu bekommen. Denn sonst könnten während der Winterpause einige Spieler auf dumme Gedanken kommen. Der erste Abgang war am Sonntag schon im Trikot seines neuen Vereins zu sehen: Oktay Seyit ist zum BC Sport Kassel gewechselt, wo mit Murat Yavuz seit Kurzem ein weiterer Ex-Mündener als Team-Manager wirkt. Seyit hatte bei Türkgücü eine wichtige Rolle im Mittelfeld inne.

Turniersieger OSC Vellmar stellte im Finale gegen Sparta Göttingen II das deutlich jüngere Team. Und zunächst schien sich die Routine durchzusetzen; Sparta führte 2:1. Dann spielte sich mit Vellmars Linor Demaj aber doch noch ein Mündener Junge in den Vordergrund. Demaj drehte das Finale mit drei Toren im Alleingang und ließ den OSC jubeln.

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