TG Münden beim 29:30 sauer auf Schiris

Klare Führung reicht nicht

War in Alfeld bester TG-Werfer: Kevin Knieps. Archivbild: mbr

Alfeld. Beim Tabellenvorletzten SV Alfeld fühlte sich Handball-Oberligist TG Münden gestern Abend förmlich verschaukelt. Schon mehrmals hatte sich Trainer Frank Janotta nach Auswärtsspielen über die Schiedsrichter beschwert, so schlimm wie in Alfeld sei es aber noch nie gewesen. Seine Mannschaft unterlag mit 29:30 (12:15).

Den Sonntagabend kann man sich sicherlich entspannter vorstellen. Doch in Alfeld wurde es für die TG hektisch von der ersten bis zur letzten Minute. Die schon so gut wie abgestiegenen Gastgeber hatten sich keineswegs aufgegeben, bekamen ihr Bemühen aber auch durch zahlreiche Fehlentscheidungen des Gespanns erleichtert. Das hatte jedenfalls Frank Janotta so festgestellt: „Da wurden Entscheidungen getroffen, die einfach nicht in Ordnung waren. Auch regeltechnisch gab es Mängel.“ Unter anderem soll die Rote Karte gegen Jann Rentsch unberechtigt gewesen sein.

Die TG führte in diesem Spiel zweimal mit vier Toren Vorsprung, wurde aber jedesmal aus dem Konzept gebracht. In der ersten Halbzeit – beim Stand von 9:5 für Münden – hagelte es Strafzeiten. Plötzlich standen für die TG nur noch drei Feldspieler auf dem Feld. So ging es mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Kabine.

Nach der Pause fand Münden zunächst wieder zu einem konzentrierteren Spiel. Der Lohn war eine 26:22-Führung zehn Minuten vor dem Abpfiff. Aber auch diese konnte nicht gehalten werden. In einer turbulenten Schlussphase schaffte Alfeld noch die Wende. Janotta will das Spiel trotz allem schnell abhaken: „Wir müssen jetzt den Kopf frei bekommen und uns auf Freitag konzentrieren.“ Dann kommt es in eigener Halle zum zweiten Heimderby der Saison. Zu Gast ist die HG Rosdorf/Grone (20 Uhr).

TG Münden: Klocke, Gerland – Knieps 7/1, Rentsch 1, Janotta 4/3, Backs 3, Michalke 5, Eisenbach 4, Mendisch 5, Ritz und Thormeier.

An der Tabellenspitze geht ein Dankeschön von Tabellenführer HSG Nienburg in Richtung Schaumburg. Dort kam nämlich der SSV Vorsfelde mit 25:29 unter die Räder, womit die Nienburger nur noch einen Sieg von der Meisterschaft entfernt sind. Den können sie schon am Samstag gegen Alfeld einfahren. (mbr)

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