Lob für Landwehrhagens Neustart

Handball: Beim Pokalturnier griff HSC nach Zwangspause wieder ins Geschehen ein

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Sie drücken für den HSC die Reset-Taste: Marcel Dienelt (hinten von links), Trainer Andreas Abe, Tom Hübner, Juri Gassen, Tom Haeder, Oliver Trott, Nick Schönewald, Mathis Reichenbächer, Hüseyin Gürleyen, Nick Schlitzberger, Nico Lindner, Christopher Grob, Torben Krybus, Co-Trainer Mario Gross, (vorne von links) Noah Schindler, Florian Trott, Marvin Weller, Dennis Damm, Benjamin Schumann und Nico Heinemann. Nicht auf dem Bild: Christopher Götze und Thoy Muraro. 

Landwehrhagen. Ein Jahr lang waren sie im Männerhandball von der Bildfläche verschwunden, doch jetzt ist der langjährige Handball-Landesligist HSC Landwehrhagen, der es einst bis in die 2. Liga schaffte, wieder da.

Zwar muss er mittlerweile deutlich kleinere Brötchen backen, aber die Ausrichtung eines Teils der ersten Pokalrunde war auch ein Zeichen an die heimische Handballszene, dass es in Staufenberg einen Neustart gibt, der vor allem dem eigenen Nachwuchs wieder eine Perspektive bieten soll.

Der HSC, der im Ligensystem nun ganz unten anfängt (Bezirksliga C), stellte am Samstag im Rahmen des Bezirkspokalturniers der Gruppe 1 seine neue Mannschaft vor. Bekannte Gesichter wie beim letzten Neustart 2007 nach der Zweitligapleite sucht man heute vergebens. Die aus 18 Spielern bestehende, sehr junge Mannschaft setzt sich aus der derzeitigen A-Jugend und sechs Spielern, die vom VfB Bettenhausen gekommen sind, zusammen. „Wir haben jetzt die Voraussetzungen geschaffen, dass wir wieder vermehrt mit Spielern aus den eigenen Reihen arbeiten können. Dafür haben wir von den Vereinsmitgliedern und Zuschauern viel Lob erhalten“, berichtet Andreas Abe, der die Mannschaft trainiert und auch zweiter HSC-Vorsitzender ist. Auch andere Vereine in Nordhessen hätten sich gefreut, dass es in Staufenberg mit dem Männerhandball weitergeht. „Wir haben im Nachwuchs gemeinsam mit Niestetal Potenzial“, so Abe weiter, „vielleicht können wir in einigen Jahren wieder in der Bezirksoberliga spielen.“

Zunächst einmal gab es für den HSC in der Pokalrunde erwartungsgemäß nichts zu holen. Im ersten Spiel unterlag der HSC dem GSV Eintracht II mit 15:32 (6:18). Im zweiten Duell traten die Bezirksoberligisten gegeneinander an, wobei die HSG Zwehren/Kassel sich gegen Baunatal mit 19:18 (10:7) durchsetzte. In der letzten Partie musste sich der HSC gegen Zwehren 13:21 (7:10) geschlagen geben. Zwehren erreichte damit die zweite Pokalrunde.

Rund 100 Zuschauer kamen nach Landwehrhagen, um das neue Team zu begutachten. Gegen Baunatal agierte die Mannschaft von Andreas Abe noch sehr ängstlich. Im Angriff oftmals hektisch, häuften sich technische Fehler und Fehlwürfe, die Baunatal im Gegenzug mit schnellen Kontern nutzte und bereits in der 11. Spielminute 11:3 führte. Nach der Pause wurde der HSC präsenter. Hüseyin Gürleyen, der mit fünf Toren bester HSC-Werfer war, und Tom Hübner trauten sich nun etwas mehr zu.

Im zweiten Spiel gegen die HSG-Zwehren/Kassel klappte es schon etwas besser. Kämpferisch startete der HSC in die Begegnung und ging in den ersten Minuten auch in Führung. Im weiteren Verlauf gewannen die Gäste jedoch die Oberhand. Zur Halbzeit führten sie 10:7 und gewannen schlussendlich 21:13.

Unter dem Strich verkaufte sich der HSC gegen die HSG Zwehren/Kassel wesentlich besser, was auch von den Zuschauern auf der Tribüne mit lang anhaltendem Applaus belohnt wurde.

Von Michael Frankfurth

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