Ohne Hansi Roddert wäre Tennis im PSV Münden kaum vorstellbar

Mit Tatkraft und vielen Ideen

Karl-Hans Roddert auf der Tennisanlage in Gimte
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Seit Jahrzehnten auf der Gimter Anlage fast schon zu Hause: Karl-Hans Roddert.

Wenn Karl-Hans Roddert seinen Blick über das noch im Winterschlaf liegende Tennisgelände des PSV Münden schweifen lässt, dann leuchten seine Augen. „Das ist ein bisschen, als wenn man das eigene Kind betrachtet“, sagt der 71-Jährige nicht ohne Stolz. Und tatsächlich hätte es diese Vorzeige-Tennisanlage ohne Roddert wohl nie gegeben.

Gimte – 42 Jahre ist es her, dass Karl-Hans Roddert dem PSV Münden beitrat. „Als Jugendlicher habe ich zunächst bei der TSG Münden mit Fußball angefangen und als Erwachsener dann einige Jahre beim TSV Jahn Wiershausen gespielt, bevor ich aus beruflichen Gründen ganz auf Sport verzichten musste“, erzählt der gebürtige Mündener. „Als der Bauch dann immer größer wurde, wollte ich etwas dagegen tun und habe 1979 beim PSV mit Tennis begonnen.“

Als Ballsportler habe er so viel Gefühl für den Schläger und die gelbe Filzkugel mitgebracht, dass er schon im nächsten Frühjahr in der zweiten Mannschaft mitspielte und bis heute aktiv am Wettkampfsport teilnimmt – aktuell bei den Herren 65. „Ich habe mich aber von Beginn an auch ins Vereinsleben integriert, auch wenn es einige Jahre dauerte, bis ich offiziell ehrenamtlich aktiv wurde“, sagt Karl-Hans Roddert, den alle nur „Hansi“ nennen.

Seine Zeit als „Macher“ beim Polizeisportverein begann 1986, als die auf dem Gelände der Polizeischule gelegenen vereinseigenen Tennisplätze plötzlich unbespielbar wurden und das Land Niedersachsen als Eigentümer keine neuen bauen wollte. „Ich habe mich damals auf die Suche nach einem geeigneten Gelände gemacht, bin hier im Auefeld fündig geworden und habe alles in die Wege geleitet“, erinnert sich Roddert zurück. Nachdem der Verein den Bau der rund 200 000 Mark teuren Anlage beschlossen hatte und im September 1987 der erste Spatenstich gemacht worden sei, habe man schon ein Jahr später die ersten Punktspiele dort ausrichten können. „Beim Bau des Vereinshauses habe ich dann anschließend auch wieder meine Ideen einfließen lassen und kräftig Hand angelegt“, so der 71-Jährige.

Als im Jahr 2000 die Spartenleitung der PSV-Tennisabteilung geschlossen zurücktrat, sprang Hansi Roddert in die Bresche. „Ich wollte unbedingt, dass es hier weitergeht und erklärte mich bereit, die Spartenleitung kommissarisch für ein Jahr bis zur nächsten Wahl zu übernehmen“, erinnert er sich zurück. Doch es sollte ganz anders kommen. Weil sich bei der nächsten und auch bei allen folgenden Wahlen niemand fand, der das Amt übernehmen wollte, hält Roddert inzwischen seit 21 Jahren nicht nur als Spartenleiter die Zügel in der Hand. Zusätzlich ist er als Jugendwart, Platzwart, Hausmeister und „Bespaßer“ bei den vielen vom PSV ausgerichteten Wettkämpfen und Festivitäten das „Mädchen für alles“ für die aktuell rund 80 Mitglieder.

Natürlich bekomme er Unterstützung, wann immer er sie brauche – vor allem von seinem langjährigen Weggefährten Ludwig Stengel, der ihm in der Sparte als Kassenwart und Schriftführer zur Seite steht. „Mein eigentliches Hauptanliegen ist die Jugendarbeit, die mir sehr am Herzen liegt“, betont Hansi Roddert. Weil ihm aber auch seine anderen Aufgaben nach wie vor viel Freude bereiten, werde er wohl so lange im Amt bleiben, bis er einen Nachfolger gefunden hat. (Per Schröter)

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