TG Münden musste bis ans Limit gehen

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Es wurde ordentlich zugepackt: Die Mündener Lukas Michalke (Zweiter von links) und Jann Rentsch stehen hier Phillip Benckendorf (ganz links) und Tim Alex gegenüber.

Hann. Münden. Das Spitzenspiel gewonnen und das Saisonfinale im Blick - Handball-Verbandsligist TG Münden kann den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga schaffen.

Völlig ausflippen wollten sie dann doch nicht. Die Verbandsliga-Handballer der TG Münden ließen es nach dem enorm wichtigen 35:31-Heimsieg gegen den MTV Braunschweig II recht ruhig angehen. Zusammen mit den Fans wurden noch in der Gymnasiumshalle ein paar Bierchen geleert - mehr nicht. Schließlich ist noch nichts erreicht, und das entscheidende Saisonfinale steht vor der Tür.

„Es hätte wirklich dümmer für uns laufen können“, meinte der sechsfache Torschütze Jens Wiegräfe in Anspielung auf ein anderes Ergebnis: Die HSG Rhumetal hatte mit ihrem 30:30 bei Eintracht Hildesheim nicht nur sich selbst den Klassenerhalt beschert, sondern gleichzeitig der TG ihren Vorteil gesichert. Hätte Hildesheim einen Kantersieg hingelegt, hätte die Eintracht am letzten Spieltag aufgrund der Tordifferenz die besseren Karten besitzen können. So aber ist für Wiegräfe klar: „Wir müssen einfach nur gewinnen, egal wie hoch, dann sind wir durch.“

Während der Partie gegen die starken Braunschweiger, die immer wieder mal während des Spiels eine knappe Führung herausgeworfen hatten, musste die TG körperlich an ihre Grenzen gehen. „Das hat doch einige Körner gekostet und irgendwann musste ich mal draußen durchatmen“, erinnert sich Jens Wiegräfe an die Mitte der zweiten Halbzeit. In dieser Phase, in der längst Jendrik Janotta die Spielmacherrolle übernommen hatte, kam den Gastgebern auch zugute, dass sich Torhüter Alexander Klocke gesteigert hatte. In der ersten Halbzeit war er schon ganz früh durch Nachwuchsmann Mario Görtler ersetzt worden, kehrte aber nach zwei Braunschweiger Unterzahltoren zum 12:13 wieder in den Kasten zurück. Das Auf und Ab ging für den Keeper weiter. Und das, obwohl die Reinhardshäger Fußballer mit ihrer mörderisch lauten Feuerwehrsirene angereist waren. Ihre „Hexer-Hexer-Rufe“ hatten Klocke bereits in der Vergangenheit immer wieder zu Höchstleitungen angespornt. Als Braunschweig sich anschickte, die Partie zu drehen - die TG hatte nach ihrer 27:25-Führung unter anderem zwei Konter leichtfertig weggeworfen - parierte Klocke ganz wichtige Bälle gegen Ole Hilgendag und Tim Alex. Zwar glich der MTV doch noch zum 29:29 aus, aber immerhin kam aus TG-Sicht keine Wende ins Spiel und Münden zeigte den bessere Endspurt.

„Es ist genau so gekommen, wie wir es erwartet hatten“, sagte Trainer Matthias Linke. „Wir haben unsere Fehler im Vergleich zum Geismar-Spiel minimiert, und das hat am Ende den Ausschlag gegeben.“ Die Mannschaft sei kämpferisch komplett ans Limit gegangen. So konnte letztlich auch die Verabschiedung von Jendrik Janotta, Alexander Klocke und Justin Brand, die kleine Präsente erhielten, ganz entspannt und mit einem guten Gefühl erfolgen. Die scheidenden Spieler haben jetzt wie Trainer Linke nur noch ein Ziel: In Altencelle gewinnen, egal wie.

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