Viel Arbeit in der Sommerpause für Mündener Jugendhandball-Verein / Vorstand könnte Unterstützung gebrauchen

JSG muss Saison zweimal planen

Wird zunächst eine Vorrunde spielen: Die weibliche B-Jugend. Danach entscheidet sich, ob die Mannschaft Oberliga oder nur Verbandsliga spielt. Hier wirft Dana Ostrowskyj. Archivbild: Mai

Hann. Münden. Die Jugendhandballer der JSG Münden/Volkmarshausen starten in knapp sechs Wochen mit 13 Mannschaften in die Saison. Doch von Ruhe vor dem Sturm ist zumindest im Vereinsvorstand nichts zu spüren.

Im Gegenteil. In der Führung sind mittlerweile nur noch Markus Piszczan (Vorsitzender), Rüdiger Pietsch (Spielwart) und Schatzmeisterin Kathrin Frankfurth verblieben. „Das ist schon schwierig für ein so kleines Team“ meint Piszczan. „Außerdem haben wir noch sechs Trainer nach der vergangenen Saison verloren, die nicht alle ersetzt werden konnten.“ Die JSG hätte gerne pro Team zwei Trainer oder Betreuer.

Der Vorstand wünscht sich noch mehr persönliches Engagement der Handballer in Münden. „Für mich war immer klar, dass ich dem Handball nach meiner aktiven Zeit etwas zurückgebe“, so Piszczan weiter, der seit Jahrzehnten in der Nachwuchsarbeit tätig ist und die Mündener A-Jugend 1995 unter die besten vier Mannschaften in Deutschland führte. Allerdings freut sich Piszczan auch, dass es doch immer wieder Sportler gibt, die im Nachwuchs mithelfen. Sebastian Toll und Thomas Dörfler kommen aus den eigenen Herren, Sebastian Queren meldete sich, nachdem er durch seine Polizeiausbildung nach Münden gekommen war. „Das war wie ein Sechser im Lotto für uns“, meint Piszczan.

Derzeit ist der JSG-Vorstand damit beschäftigt, die anstehende Saison in die richtigen Bahnen zu lenken. Besonders das Aufstellen der Spielpläne und die Organisation der weiten Auswärtsfahrten sind diesmal besondere Herausforderungen. Denn durch die Schließung der Gymnasiumshalle für den Vereinssport bis Dezember mussten Alternativen gefunden werden. „Schön zu sehen war“, sagt Piszczan, dass uns der Landkreis dabei nicht allein gelassen hat.“ Alle Heimspiele konnten in den Hallen Gimte und am Werraweg untergebracht werden. Allerdings wird die JSG in der kommenden Saison bei den Spielansetzungen besonders gefordert sein. Praktisch wirde der Verein im Winter die gleiche Arbeit noch einmal leisten müssen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass in vielen Altersklassen zunächst in sogenannten Findungsrunden gespielt werden, bevor die Ligen für die zweite Saisonhälfte neu zusammengestellt werden.

So ist zum Beispiel noch nicht sicher, ob die weibliche B-Jugend nach erfolgreicher Aufstiegsrunde tatsächlich ab Winter in der Oberliga antreten darf. Sollte sie in der Findungsrunde schlechter als Platz vier abschneiden, liefen die weiteren Begegnungen für sie in der Verbandsliga. Ähnlich sieht es auch bei den sieben Mannschaften auf Regionsebene aus. Lediglich die weibliche C2 darf eine durchgängige Saison spielen, für die der Spielplan nur einmal erstellt werden muss.

Der finanzielle Aufwand dürfte für die JSG steigen. Im vergangenen Jahr reichten noch 29 000 Euro aus. Diesmal dürfte es aber zwei Oberligisten geben. Höhere Fahrtkosten sind die Folge.

Von Manuel Brandenstein

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