Fußball-Bezirksliga: Niederlage gegen Grone – SCW Göttingen feiert Meisterschaft

1:2 nach lustlosem Auftritt

Erfolgloser Angriff: Werratals Kassem Tohme (l.) gegen den Groner Elias Massaro. Foto: Schröter

Hedemünden. Ihre letzte Minimalchance auf die Meisterschaft büßten die Bezirksliga-Fußballer der SG Werratal am Samstag durch eine 1:2 (0:1)-Heimpleite gegen den FC Grone ein. Nachdem Spitzenreiter SCW Göttingen einen Tag zuvor mit 4:2 in Bad Gandersheim gewonnen hatte, stehen die Göttinger somit vorzeitig als Landesliga-Aufsteiger fest.

„Was soll ich zu diesem Spiel sagen?“, war SG-Trainer Thomas Hellmich unmittelbar nach dem Schlusspfiff sichtlich bedient. „Wenn man mit so einer solchen Einstellung in die Partie geht, dann braucht man sich über gar nichts mehr zu wundern.“ In der Tat war das, was die Platzherren da über weite Strecken den nur rund 80 Zuschauern auf dem Hedemündener Sportplatz boten, einem Tabellenzweiten kaum würdig. Während die Groner engagiert zur Sache gingen und nach dem 2:6-Debakel im Pokal zu Beginn der Saison und dem 1:1-Unentschieden im Hinspiel vor drei Wochen scheinbar unbedingt wieder einmal gegen die Hellmich-Elf gewinnen wollten, wirkte diese lustlos. Und diejenigen Spieler, die zumindest den Kampf annahmen und sich wehrten, hatten die sprichwörtliche Seuche an den Füßen.

So etwa Marc Glatter, der einerseits wie immer unermüdlich rackerte und sich förmlich die Lunge aus dem Hals lief, der aber vorne komplett wirkungslos blieb und hinten schon früh den ersten Groner Treffer einleitete. Nachdem ein Querpass des Mannschaftskapitäns vor dem eigenen Strafraum den Schiedsrichter getroffen hatte, schnappte sich Adrian Koch, der mit Abstand beste Spieler auf dem Platz, das Leder, ging allein damit auf SG-Keeper Sven Holzschneider zu und ließ diesem keine Abwehrchance (7.).

In der Folgezeit konnten sich die Gastgeber dann bei ihrem Schlussmann bedanken, der sie mit mehreren Glanztaten im Spiel hielt. Als Abwehrmann Felix Bodensteiner jedoch die Werrataler Innenverteidigung sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff wie Slalomstangen umkurvte und aus 13 Metern abzog, war auch Holzschneider machtlos. Zwar gelang Hendrik Suslik in der 70. Minute noch der Anschlusstreffer, als er einen ziemlich fragwürdigen, an ihm selbst verursachten Strafstoß verwandelte. Und hätte der insgesamt dennoch sehr gut leitende Unparteiische Gerrit Gräbel wenig später bei einem Foul an Glatter erneut auf den Punkt gezeigt, dann hätte es wohl sogar eine Punkteteilung gegeben. Doch die wäre nach der gezeigten Leistung aus Werrataler Sicht tatsächlich völlig unverdient gewesen.

SG Werratal: Holzschneider – Wasmuth (46. Steffen Hess), Lehne, Schuster, Wilkens – Tohme (75. Xavier), Rudolph, Köhler, Suslik – Glatter – Börner (87. Seyit). SR: Gräbel (Göttingen) Tore: 0:1 Koch (7.), 0:2 Bodensteiner (52.), 1:2 Suslik (70./Foulelfmeter).

Von Per Schröter

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