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U21-EM: Mündenerin Emily Wenzel Dritte in der Kombination

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Emily Wenzel wird auf Wasserskiern hinter einem Motorboot gezogen.
Mutiger Satz über die Welle: Emily Wenzel unterstrich in Österreich auch im Wettkampf mit der älteren Konkurrenz ihr Können auf den Wasserskiern. © privat

Mit 17 Jahren nahm Emily Wenzel an der U21-Europameisterschaft im Wasserski teil. Sie erreichte bei dieser Premiere gleich einen Podestplatz.

Hann. Münden – Nach einer sehr erfolgreichen U17-Europameisterschaft in Griechenland, durfte die zweifache Vize Europameisterin Emily Wenzel vom Wasserski-Verein WMC Hann. Münden auch das erste Mal bei der U21-EM in der Nähe von Linz an den Start gehen. Letztlich schaffte sie auch dort den Sprung aufs Siegerpodest.

Die Mündenerin rechnete sich anfangs nicht viel aus und ging relativ entspannt an den Start, da sie in der höheren Altersklasse U21 mit einem sehr starken Teilnehmerfeld aus 17 Nationen zu rechnen hatte. Dass sie ohne Druck viel mehr Leistung abrufen konnte, zeigte die 17-jährige Reinhardshägerin bereits in den Vorläufen und kam direkt in allen drei Disziplinen ins Finale.

Im Slalom fuhr sie ganz locker eine Boje bei nur zwölf Metern Leinenlänge im Figurenlauf (Trick) zwei souveräne Durchgänge und wurde mit sehr guten 4450 Punkten belohnt. Im Springen konnte sie aufgrund der Auswirkungen eines schweren Sturzes im Finale der WM nach wie vor nicht an ihre Bestweite von 41,90 Metern (neuer deutscher Rekord) anknüpfen. Sie sicherte sich aber trotzdem mit einem Sprung von 37 Metern einen Finalplatz. Somit sahen ihre Chancen auf eine gute Gesamt-Platzierung nach den Vorläufen richtig gut aus.

Im Slalomfinale zeigte sie absolute Nervenstärke und fuhr sogar eine neue persönliche Bestleistung mit zwei Bojen an der Zwölf-Meter-Leine und landete damit auf einem ausgezeichneten 6. Platz von insgesamt 29 Starterinnen. Die Beste, Ines Anguenot aus Frankreich, fuhr hier nur 2,5 Bojen mehr. Ihre Freude darüber überstrahlte sogar das verpatzte Trickfinale, wo sie sehr gute Chancen auf einen Podiumsplatz hatte, stürzte im zweiten Durchgang aber viel zu früh und landete mit einem Trostpflaster von 2670 Punkten auf dem 11. Platz.

Beim Sprungfinale wollte Emily noch mal zwei bis drei Meter drauflegen, verkalkulierte sich aber beim Timing und konnte somit nicht an ihrer größten Konkurrentin Nina-Maria Mezzetti aus Italien vorbeispringen. Die Mündenerin landete aber mit einer Weite von 36,90 m auf einem guten 9. Platz. Letztendlich konnte sich Wenzel dank der überzeugenden Vorlauf-Ergebnisse gegenüber ihren älteren Konkurrentinnen behaupten und wurde mit der Bronzemedaille in der Kombinationswertung belohnt.

Für sie geht die Saison weiter: Nächster Stop ist Chile, wo sie sich auf die anstehende Weltmeisterschaft im Januar vorbereiten wird.  

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