Bonaforther SV, 1. FC Werder und Türkgücü wollen ab 2016 eine Spielgemeinschaft aufbauen

Neue JSG in Münden geplant

Sollen bald das gleiche Trikot tragen: Nachwuchsfußballer des Bonaforther SV (rechts) und von Werder Münden. Foto: Schröter

Hann. Münden. Ein neues Gesicht wird es ab Sommer 2016 im Jugendfußballbereich im Altkreis Münden geben. Daran arbeiten derzeit Vertreter des SV Türkgücü Münden, des Bonaforther SV und des 1. FC Werder Münden. Wenn alles nach Plan läuft, werden dann mehrere Mannschaften als Teams einer neuen JSG Dreiflüssestadt auflaufen.

„Wir wollen gemeinsam dem Jugendfußball im Altkreis Münden langfristig ein ansprechendes Fußballangebot in allen Jugendaltersklassen mit einer ausgewogenen Kombination aus breiten- und leistungsorientierten Jugendfußball bieten“, berichtet Stefan Faulstich vom 1. FC Werder Münden. Daher arbeiten er und seine Mitstreiter an der Vision einen Gegenpol zu dem „Fußballraum“ Göttingen und Kassel zu schaffen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wollen sie die Stärken der einzelnen Stammvereine bündeln. Der Anstoß zu dem Projekt kam von Gerrit Hartig vom Bonaforther SV. Der Verein hat derzeit wie Werder Münden auch nur jüngere Mannschaften. Der BSV bietet drei E-, eine F- und eine G-Jugend auf. Werder eine D-, zwei E- und eine F-Jugend. Türkgücü betreibt bislang keine Nachwuchsarbeit. Gerrit Hartig sagt: „Unser Handeln soll den Jugendfussball im Raum Hann. Münden voranbringen und stärken. Eine ganzheitliche Betreuung der Kinder und Jugendlichen sowie ein altersgerechter Aufbau des Trainings durch qualifizierte Trainer stehen im Vordergrund aber auch die individuelle Förderung der Leistungsstärkeren muss ermöglicht werden.“

Langfristig kann sich Stefan Faulstich auch die Gründung eines Mündener Jugendfußball-Vereins (JFV) vorstellen. Bei Interesse auch mit dem Tuspo Gimte der SG Werratal und dem TSV Jahn Hemeln im Boot. Für einen JFV wäre es aber rechtlich erst mal nötig, bei den älteren Jahrgängen ab der D-Jugend aufwärts drei Altersklassen besetzen zu können.

Stefan Faulstich appelliert an die Mündener Vereine, die Vereinssicht einmal außen vor zu lassen. „Gemeinsam kann man hier wirklich etwas aufbauen. Es kann doch nicht sein, dass in einer Stadt mit über 20 000 Einwohnern beim älteren Nachwuchs nur die Gimter A-Jugend um den Titel ihrer Klasse mitspielt.“

Wer das Vorhaben unterstützen und sich einbringen möchte ist weiterhin willkommen. Daher haben im Vorfeld bereits mehrere Gespräche auch mit anderen Vereinen stattgefunden. „Unsere Türen sind offen“ unterstreicht Mohammed Özgen vom SV Türkgücü Münden den Grundgedanken des Vorhabens: Gemeinsam für den Jugendfußball im Altkreis . (mbr/red)

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