Fußball-Bezirksliga: Eine schwache zweite Halbzeit lässt Gimte gegen Hainberg alt aussehen

Nur noch hinterhergeschaut

Da ist es um die Gimter geschehen: Der Hainberger Rolf Ziegner (nicht im Bild) hat den Ball zum 1:2 über die Abwehrmauer gezirkelt. Phillip Kujawski (von links), Christian Remmert, Dominik Franke, Eltioni Pietri und Torhüter Maximilian Zunker können nur tatenlos hinterherschauen. Foto: Brandenstein

Hann. Münden. Die Niederlage in Lenglern hätte Fußball-Bezirksligist Tuspo Weser Gimte nur allzu gern als Ausrutscher deklariert. Im Heimspiel gegen den immer stärker aufkommenden SC Hainberg setzte es aber erneut eine Niederlage. Das 1:2 (1:0) war noch nicht einmal unverdient, da die Gastgeber zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten zeigten.

Vor zwei Wochen gegen die SG Werratal feierten sie noch selbst ausgelassen auf dem Rasen. Gestern mussten die Gimter ihren Gästen dabei zusehen. Der einstige Abstiegskandidat mit seinem neuen Trainer Dennis Erkner blieb im siebten Spiel in Folge unbesiegt. Danach hatte es in der ersten Halbzeit nicht ausgesehen. Der Tuspo, bei dem Trainer Matthias Weise einige Akteure von Beginn an brachte, die relativ wenig Einsatzzeiten erhalten hatten, stellte das spielbestimmende Team. Besonders positiv fiel im Mittelfeld Hendrik Scharfen auf, der sich schon lange nicht mehr so spielfreudig präsentiert hatte. Auch Ervin Glogic, der schon nach sechs Spielminuten eine Großchance besessen hatte, agierte sehr trickreich. Auf der linken Außenbahn im Mittelfeld lief zunächst Christopher Hayn auf. Er leistete mit einer butterweichen Flanke die Vorarbeit zum 1:0. Abnehmer war der aufgerückte Außenverteidiger Jaroslaw Sopko und zwar per Kopf (8.).

Viele der Zuschauer mochten nun auf einen deutlichen Erfolg gehofft haben. Denn gute Chancen gab es mehrfach: Scharfen aus 16 Metern und Sopko im Strafraum nach Glogic’ klugem Zuspiel scheiterten aber an Torhüter Frederic Pense.

Gegen Ende der ersten Hälfte kamen auch die Gäste mit ihren beiden jungen und schnellen Stürmern zu Chancen. Schon da deutete sich an, dass sie sich noch kräftiger wehren wollten.

Zwar hatte der eingewechselte Eltioni Pietri direkt nach Wiederanpfiff das 2:0 auf dem Fuß, doch von Minute zu Minute wurde Hainberg stärker. Die Gäste erzwangen deutlich mehr Freistöße und Eckbälle. Einer davon führte zum Ausgleich: Abwehrspieler Kapelle ging dem Ball am kurzen Pfosten unbedrängt entgegen und köpfte zum 1:1 ein (75.). Eckballschütze Ziegner sorgte höchstpersönlich sogar noch für den Sieg. Gimte hatte längst völlig den spielerischen Faden verloren, schaute in Zweikämpfen fast nur noch hinterher und verursachte dann auch noch in optimaler Position vor dem Strafraum einen Freistoß. In bester Bundesligamanier schnippelte Ziegner den Ball über die Mauer ins Tor – ein Treffer, wie er schon lange nicht mehr am Rattwerder zu bestaunen war.

Tuspo Gimte: Zunker – Sopko (74. Osmanko), Kilian, Köhler, Remmert – Balta (46. Pietri), Franke, Scharfen, Hayn – Glogic – Quentin (81. Kujawski). SR: Jonek (Fuldatal) Tore: 1:0 Sopko (8.), 1:1 Kapelle (75.), 1:2 Ziegner (85.).

Von Manuel Brandenstein

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