Regionalliga als großes Abenteuer

Dieter Rübenach ist in vielen Sportarten zu Hause

 Dieter Rübenach am Schedener Tennis-Vereinsheim
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Seit langem im Schedener Tennis aktiv: Dieter Rübenach.

Als ehemaliger Boxer, Fußballer, Reiter und Tennisspieler kann Dieter Rübenach auf ein sportlich äußerst aktives Leben zurückblicken. Aber auch mit seinem ehrenamtlichen Engagement war der 77-jährige Mündener immer ganz vorne dabei.

Münden/Scheden – 1943 in der Dreiflüssestadt geboren, begann Dieter Rübenach seine sportliche Karriere als Jugendlicher beim MSV Münden. „Damals spielten wir noch auf dem Tanzwerder, wo heute der große Parkplatz ist“, erinnert er sich zurück. Parallel zum Fußball war Rübenach in jüngeren Jahren auch aktiver Boxer beim damals sehr erfolgreichen VfK Hellas Münden und stand einmal sogar im Finale um die Niedersachsenmeisterschaft, das er allerdings verlor.

„Nachdem die Fußballabteilung der TSG Münden dann 1977 mit der des MSV Münden eine Spielgemeinschaft gegründet hatte, wurde ich zum ersten Mal ehrenamtlich aktiv“, erzählt Dieter Rübenach. Zusammen mit dem Abteilungsleiter der TSG habe er die Leitung von „Werder 77“ übernommen. „Das Ziel war damals, dass beide Vereine zu einem Großverein verschmelzen“, sagt Rübenach. Nachdem dies jedoch „am Unwillen des MSV“ gescheitert war, sei er 1978 aus dem Verein ausgetreten und habe sich der TSG Münden angeschlossen. „Zwei Jahre später übernahm ich dort die Leitung der Fußballsparte, was bei elf zu betreuenden Teams in einen Vollzeitjob mündete“, sagt Rübenach. Das habe dazu geführt, dass er nach seiner Arbeit als Verwaltungsangestellter der Polizei sowie an den Wochenenden zumeist noch lange in Sachen Fußball unterwegs war, was ihn letztlich auch seine erste Ehe gekostet habe. „So etwas machen die wenigsten Frauen mit und das habe ich dann auch bitter bereut“, sagt er heute.

Als in den späten 1980er Jahren die Idee geboren wurde, in der TSG eine Tennissparte zu gründen, gehörte Dieter Rübenach zu den treibenden Kräften. „Ich mochte diesen Sport sehr und war froh, dass die Idee umgesetzt wurde und die Abteilung auf Anhieb 45 Mitglieder zählte“, sagt er. Weil der Verein keine eigenen Plätze hatte, wurde jahrelang im Gimter Auefeld gespielt. „Als dann das Vorhaben, ein eigenes Tennisgelände aus der Taufe zu heben, endgültig scheiterte, war es vorbei mit dem Tennis bei der TSG“, sagt Rübenach. Zusammen mit rund 30 anderen Tennisbegeisterten sei er 1994 zum TuS 04 Schededörfer gewechselt, wo er wieder sofort in die Vorstandsarbeit eintrat – zunächst als Pressewart, anschließend als Sportwart und danach als Abteilungsleiter. Ein Amt, das der 77-Jährige auch heute noch ausübt, obwohl er den Tennisschläger bereits vor 13 Jahren aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen musste.

Bei dem Schedener Tennisverein feierte Dieter Rübenach auch seine größten sportlichen Erfolge, als er zur Jahrtausendwende mit den Herren 60 den Aufstieg in die Regionalliga Nord-Ost, die höchste Spielklasse der Amateure, schaffte. „Das war einmalig für einen Dorfverein und jedesmal ein echtes Abenteuer, wenn wir in Berlin, Hamburg oder Cuxhaven antreten mussten“, sagt er. Warum er in jedem seiner Sportvereine ehrenamtlich aktiv war, weiß Rübenach eigentlich gar nicht so genau. „Ich habe wohl einfach immer die Notwendigkeit gesehen, etwas auf die Beine zu stellen“, sagt er. Andererseits habe ihm sein ehrenamtliches Engagement aber auch viel gegeben. „Ich habe dadurch viele Menschen kennengelernt und viele Freunde gewonnen“, sagt Rübenach. Und deswegen werde er sein Amt als Abteilungsleiter beim TuS 04 Schededörfer wohl auch noch einige Zeit weiterführen. Per Schröter

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