Herzenssache Sportabzeichen

Horst Schendel zog es mehrmals zur TG Münden zurück

 Horst Schendel im Stadion auf dem Rattwerder an der Läuferinnen-Skulptur von Heinz Detlef Wüpper.
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An einem seiner Lieblinksorte: Horst Schendel im Stadion auf dem Rattwerder an der Läuferinnen-Skulptur von Heinz Detlef Wüpper.

Zehn Jahre ist es her, dass Horst Schendel zum Ehrenmitglied der TG Münden ernannt wurde. Grund für diese stolze Auszeichnung war nicht nur seine langjährige Mitgliedschaft.

Hann. Münden – Horst Schendel trat der Turngemeinde schon 1950 bei und engagierte sich. Als langjähriger Leiter des Mündener Sportabzeichen-Teams ist der 81-Jährige in der hiesigen Sportlandschaft aber auch weit über die Vereinsgrenzen der TG hinaus bekannt wie ein bunter Hund.„Ich habe mich schon immer für Sport begeistert“, sagt Horst Schendel. 1939 in Schweidnitz (Schlesien) geboren, kamen seine Eltern und er 1947 über Potsdam nach Hann. Münden. „Drei Jahre später bin ich dann zusammen mit vielen anderen Jugendlichen in die TG eingetreten und kam 1954 in die Jugend-Leistungsturngruppe“, erzählt er. Unter Trainer Julius Hausmann, einem Mitglied der Turn-Olympiamannschaft von 1936, absolvierte er später in der Männer-Leistungsriege diverse Wettkämpfe im olympischen Zwölfkampf. Nach seinem beruflich bedingten Umzug nach Hannover startete der Ingenieur einige Jahre für die Kunstturner des MTV Herrenhausen. 1969 zog es ihn zurück in die Dreiflüssestadt und zu seinem Stammverein TG Münden, wo er fortan neben dem Turnen auch als Abnehmer des Sportabzeichens aktiv war.

1975 gründete Schendel die Jedermann-Sportgruppe, die er fortan auch leitete. 1986 übernahm er das Amt des Oberturnwartes und war in der Folge neben dem Sportbetrieb unter anderem auch zuständig für alle Übungsleiter. Nachdem es ihn 1990 erneut beruflich weggezogen hatte, kehrte Schendel nach seinem Renteneinstieg 2002 abermals zurück nach Münden, wo er die TG-Sportgruppe „Jedermann gemischt“ übernahm. Seit 2008 leitet er das zehnköpfige Sportabzeichen-Team, zu dem unter anderem auch Gerhard Dotzauer und Walter Rehbein zählen.

„Auch wenn ich aus beruflichen Gründen viele Jahre nicht in Münden war, bin ich der TG als Mitglied immer treu geblieben“, sagt Horst Schendel. Der Grund dafür sei denkbar einfach: „Die TG ist meine sportliche Heimat.“ Dabei erinnert er sich genauso gerne an seine Zeit als aktiver Sportler wie die als ehrenamtlich aktives Mitglied zurück. „Ich habe an allem, was ich gemacht habe und was ich jetzt immer noch mache, große Freude gehabt“, betont der 81-Jährige. Der Sport sei schließlich auch der Grund, warum er sich in diesem Alter körperlich und geistig immer noch so fit fühle. Aber es gebe auch noch einen anderen Grund dafür, bis ins hohe Alter aktiv zu bleiben. „Wer Sport treibt, der hat auch Freunde“, sagt Horst Schendel. Und genau deshalb werde er dem Sportabzeichen-Team sicher auch nicht so bald den Rücken kehren. Per Schröter

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