Mündenerin Anne Wegner bei Deutscher Meisterschaft im Distanzreiten erfolgreich

Auf steinigen Wegen zu Bronze

Reiten in der Natur: Anne Wegner und Hengst Tabajan bei der Deutschen Meisterschaft in Illertissen. Foto: Jan Kirschnick/nh

Scheden. Großer Erfolg für Distanzreiterin Anne Wegner aus Hann. Münden: Bei der Deutschen Meisterschaft in Illertissen nahm sie zum ersten Mal bei den Senioren über die Langdistanz von 160 Kilometern teil und holte auf Vollblut-Hengst Tabajan Bronze. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte die 25-Jährige. „Wir haben uns von Runde zu Runde gesteigert, und in der nationalen Wertung sogar den ersten Platz belegt.

Im Distanzreiten gibt es auch bei einer Deutschen Meisterschaft eine internationale Wertung. In dieser Klasse waren zwei deutsche Starter noch schneller unterwegs gewesen. Deshalb sprang für Wegner insgesamt Rang drei heraus.

Es waren Reiter aus der Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien, Tschechien, Polen, Dänemark, Luxemburg und natürlich Deutschland am Start. Die 160 km waren in sechs Runden zu absolvieren. Dabei waren die Bedingungen nicht gerade günstig. Pünktlich zum Start, früh morgens um halb sechs, begann es zu regnen. Später wurde es schwül-warm, was das Reiten zusätzlich erschwerte. Die Strecke war zwar flach, aber vom Untergrund sehr hart, mit vielen steinigen Wegen. „Das belastet die Gelenke der Pferde. Aber man sieht auch, welches Pferd gut trainiert ist. Für Tabajan war das kein Problem, meinte Anne Wegner, die in Bursfelde aufwuchs und in Scheden ihren Trainings- und Pensionsstall hat. Die tierärztlichen Kontrollen nach jeder Runde zeigten bei ihrem Pferd in Illertissen keine Beanstandungen. Nach neun Stunden und 40 Minuten erreichte das Duo glücklich das Ziel.

Wegner hat bereits viel Erfahrung. Bereits 2008 und 2011 war sie Deutsche Jugendmeisterin. Auf die Gesundheit ihres Pferdes hat sie nach eigenen Angaben immer großen Wert gelegt. Schließlich ist das Wohlbefinden auch für den Erfolg wichtig. Denn falls ein Veterinär während eines Rennens gesundheitliche Probleme diagnostiziert, werden Reiter und Pferd aus dem Wettkampf genommen. Damit es erst gar nicht so weit kommen konnte, gab es bei der Veranstaltung südlich von Ulm zwischen jeder Runde auch eine längere Pause.

Das Distanzreiten war in der achtjährigen Ära von Prinzessin Haya von Jordanien als Präsidentin des Reit-Weltverbandes FEI in die Kritik geraten. Unter anderem weil ihr Mann, der Emir von Dubai, mit Verstößen gegen Tierschutzgesetze und Doping in Verbindung gebracht wurde. Mittlerweile hat die FEI die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeschlossen. Neuer Präsident seit Dezember letzten Jahres ist der Belgier Ingmar de Vos, der erste Nichtadelige seit 1946. (mbr)

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