Im Mai soll es losgehen

Mündener Tennisvereine hoffen auf Punktspiele

 Christiane Jünger setzt eine Rückhand an
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Weiter in der Landesliga: Die Damen 40 des MTC. Hier ist Christiane Jünger zu sehen, die eine Rückhand ansetzt. Archiv: Michael Frankfurth

Die Tennisspieler im Altkreis Münden hatten sich im vergangenen Frühjahr beinahe komplett vom Spielbetrieb abgemeldet. Ab kommendem Mai soll es aber wieder losgehen.

Altkreis Münden – Die meisten Vereine haben trotz Corona ihre Mannschaften für die Medenrunde bereits gemeldet. Doch es gibt auch Überraschungen. So kann der Mündener TC auf Landesebene nur noch die Damen 40 und die Herren 60 melden; die Herren 40 mussten aufgrund Personalmangels abgemeldet werden. Zudem sei die Wintersaison laut Einschätzung des Vorsitzenden Tobias Heyer zumindest für Berufstätige aufgrund eingeschränkter Trainingsmöglichkeiten unter dem Hallendach schwierig gewesen. Rentner und auch die Jugendlichen des Vereins seien teilweise mit Einzeltraining beschäftigt worden.

Insgesamt sind beim MTC 13 Mannschaften gemeldet (inklusive sieben Kinder- und Jugendteams). Elf davon spielen auf Bezirksebene. „Erfreulich ist, dass wir seit Jahren erstmals wieder eine Damenmannschaft stellen konnten. Sie wird in der Bezirksliga antreten“, berichtet Tobias Heyer. Er hoffe, dass Doppel bald wieder erlaubt würden. „Wir wollen Anfang April die Außensaison beginnen und werden deshalb noch im März unsere Plätze herrichten“, so der MTC-Chef abschließend.

Hansi Roddert meldete für den PSV Münden eine Damen 55 sowie jeweils eine A- und B-Jugend für den Spielbetrieb. Hingegen habe sich die Herren 65 entschlossen, da einige Akteure weit über 70 seien, nicht mehr an der Medenrunde teilzunehmen. Im Winter habe der PSV das Jugendtraining aufrecht erhalten können (Einzeltraining oder mit Geschwisterpaaren). Die Erwachsenen hatten zudem ihre Hallen-Abos. Als die Halle im Auefeld zeitweise ab 16 Uhr geschlossen war, zog der PSV das Jugendtraining auf 13 Uhr vor. „Das hat ganz gut geklappt“, sagt Roddert. Am 1. April werde eine Duderstädter Firma die Plätze aufbereiten.

Der SV Schedetal Volkmarshausen sieht sich für die Anfang Mai beginnende Saison gut aufgestellt. „Wir starten wieder komplett mit den Damen, Herren und zwei Jugendmannschaften“, erzählt Sportwart Dirk Neumann. Die wichtigste Frage sei noch, ob die Doppel genehmigt würden. Neumann ist relativ optimistisch, dass in diesem Jahr die Bereitschaft der Tennisvereine für eine Punktspielsaison größer ist als 2020. „Wir setzen jetzt voll auf den Sommer, nachdem ja auch die Winterrunde des Tennisverbands Niedersachsen-Bremen komplett ausgefallen ist.“

Dieter Rübenach, Spartenleiter des TuS Schededörfer, konnte zum ersten Mal überhaupt keine Mannschaft zum Spielbetrieb melden. Vor nicht allzu langer Zeit traten die Senioren noch in Regional- und Oberliga an. Die nun erfolgte Komplettabsage habe mit Corona aber nichts zu tun. „Das ist der Zug der Zeit, wir konnten nichts dagegen tun“, sagt Rübenach. Die Bemühungen des TuS, neue aktive Mitglieder zu finden, sei trotz großer Bemühungen und attraktiver Angebote erfolglos geblieben. Die verbliebenen vier erwachsenen Spieler und zwei Jugendliche werden nun in Spielgemeinschaft mit dem Mündener TC antreten.

Janin Giesecke vom TC Hedemünden freut sich, dass alle vier Mannschaften des Vereins wieder zum Spielbetrieb gemeldet werden konnten. Die Spieler und Spielerinnen können zudem künftig auf einem quasi neuen Untergrund gegen die Filzbälle schlagen, denn die große Sanierung geht weiter. „Die Lust auf Punktspiele ist da“, sagt Giesecke, „und die nötigen Hygienekonzepte haben wir ja alle schon erarbeitet.“ Es kann ab Mai also losgehen auf den heimischen Tennisplätzen. Bleibt nur zu hoffen, dass dann keine dritte Coronawelle alles wieder ausbremst. (Manuel Brandenstein)

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