Verbandsliga-Handballer ziehen positive Halbserienbilanz

Trainer-Neulinge bei der TG Münden sind auf Kurs

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Haben nach der ersten Saisonhälfte allen Grund zur Freude: Das Mündener Trainergespann Matthias Linke (links) und Dominic Leinhart.

Hann. Münden. Abstieg aus der Oberliga, die überraschende Absage von Coach Sven Hinz, als Ersatz dann zwei Trainer-Neulinge an der Seitenlinie und eine Spielklasse, die völlig unbekannt ist.

So sahen im Sommer die Voraussetzungen für die Handballer der TG Münden aus. Jetzt, zur Saison-Halbzeit, scheint der Verbandsligist sein Selbstvertrauen zurückgefunden zu haben.

Weihnachten feierte die TG als Spitzenreiter. Und wir schauen auf die erste Halbserie.

Die Trainer

Als Matthias Linke und Dominic Leinhart sich der Aufgabe stellten, wussten sie selbst nicht, was auf sie zukam. Gemeinsam tüftelten sie an einem System, das ihnen den erhofften Erfolg bringen sollte. Sie behielten - im Gegensatz zu vielen anderen Verbandsligisten - die aus der Oberliga gewohnten drei wöchentlichen Übungseinheiten bei, führten Einzelgespräche mit den Spielern und sind auf der Bank wohl die ruhigsten Vertreter, die die TG je hatte. „Hektik reinzutragen, bringt den Spielern doch auch nichts“, meint Linke pragmatisch. Das Trainerduo setzt lieber auf eine genaue Fehleranalyse und die gezielte Ansprache.

System und Spieler

Die TG ergänzte die Grundformation in der Abwehr von einem 6-0-System auf ein offensiveres 3-2-1. Das bedingt einen höheren läuferischen Einsatz und ist auch noch nicht zu 100 Prozent abgestimmt, dennoch können sich nur 24 Gegentore im Schnitt sehen lassen. Im Angriff überragte der Rückraum, der im Schnitt 18 Tore zu den neun Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen beisteuerte. Bester Werfer ist Christian Grambow (87/20). Damit belegt er hinter Malte Grabisch (Liebenau, 142/43) Platz zwei der Liga-Rangliste. Jens Wiegräfe folgt an Position elf (57/0), Justin Brand ist 19. (51/0).

Linke sieht aber auch bei den anderen Spielern eine positive Entwicklung: „Das hat man zuletzt gesehen, als gegen Altencelle Grambow und Brand ausfielen. Das hat uns sehr gefreut.“

Die Stimmung

Sie ist - abgesehen von der schweren Verletzung des Rechtsaußen Daniel Lieberknecht gleich im ersten Saisonspiel - gut (was angesichts der Zwischenbilanz nicht überrascht) aber nicht ausgelassen. Die Mannschaft hat hohe Ansprüche an sich selbst und kann bestens einschätzen, was von ihr in dieser Klasse erwartet wird. Und das will sie auch einlösen.

Ab und an schien aber - besonders in Auswärtsspielen - die letzte Konzentration zu fehlen. Doch letztlich spricht die Tabellenführung für sich. Zum Lohn nehmen die Zuschauer das neue Umfeld bestens an. „Wir haben eine richtig schöne Stimmung in der Halle. Dafür bedanken wir uns“, sagt Linke. Vor Weihnachten feierte der Verein mit allen seinen Helfern die bisher erbrachte Leistung.

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