Yannik Stadler und Anne de Boer gegen nationale Konkurrenz

Mündener Wassersportler melden sich stark zurück

Yannik Stadler im Ruderboot
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Yannik Stadler zog in Hamburg-Allermöhe zum vierten Mal in Folge ins A-Finale einer deutschen Endausscheidung ein.

Ein Teil der erfolgreichen Mündener Wassersportler hat sich zurückgemeldet. Sogar im Rahmen einer Deutschen Meisterschaft konnte überzeugt werden.

Hann. Münden – Yannik Stadler vom Mündener Ruderverein (MRV) belegte den 5. Platz beim Ranglistenrennen der deutschen Nachwuchsruderer auf der Dove-Elbe in Allermöhe. Anne de Boer (Mündener Kanuclub) belegte bei der Deutschen Meisterschaft im Stand-Up Paddling überraschend vordere Plätze. „Das hatte ich im Vorfeld wirklich nicht erwartet. Zumal die speziellen Umstände der Deutschen Meisterschaft im Vorfeld auf der Fulda nicht zu trainieren waren“, freute sich Anne de Boer. Die 20-Jährige, die vor einem Jahr aus beruflichen Gründen von Stade nach Münden zog, stellte sich auf Fehmarn der deutschen Konkurrenz.

Bei den Deutschen Titelkämpfen im Freiwasser (Open Ocean) gab es im Stehen auf dem Brett und mit dem Paddel in der Hand einige Wellen zu bezwingen. Das klappte bei der angehenden Ergotherapeutin besser als von ihr erwartet. Auf der kraftraubenden Langdistanz über zwölf Kilometer kam sie als Dritte auf das Siegerpodest. Im Kurvenrennen über zwei Kilometer wurde sie Vierte. In drei Wochen will de Boer bei den Deutschen Flachwasser-Meisterschaften ähnlich gut abschneiden.

Im Vorfeld der DM auf Fehmarn hatte sie sich bei den Nordrhein-Westfälischen Titelkämpfen in Bochum auf der Ruhr den Sieg im 200-Meter-Sprint gesichert und war auf der Langdistanz Vizemeisterin geworden.

Im langersehnten ersten Wettkampf der abgesagten Saison musste der 15-jährige Mündener Yannik Stadler gleich über die noch ungewohnte olympische 2000-Meter-Distanz antreten. Durch einen souveränen Vorlaufsieg qualifizierte er sich direkt für das A-Finale. Hier fuhr er bis 1000 Meter gut mit, musste bei Streckenhälfte aber die Konkurrenz ziehen lassen und sicherte sich am Ende den fünften Rang. „Wir sind sehr zufrieden und freuen uns, dass wir in diesem Jahr überhaupt ein Rennen fahren konnten“, sagt MRV-Coach Thomas Kossert, der Stadler seit über fünf Jahren trainiert.

„Yannik ist zum vierten Mal in Folge ins A-Finale einer deutschen Endausscheidung gefahren. Unter normalen Umständen würde das wohl für eine Berufung in den Bundeskader reichen“, sagt Kossert mit Blick auf die aktuelle Pandemie. Eigentlich sei die Rangliste aufgrund der ausgefallenen Deutschen Meisterschaft als Qualifikationsregatta für die Junioren-EM in Belgrad und den Baltic Cup in Litauen geplant gewesen. Beide Wettkämpfe fallen jedoch aufgrund Corona aus, sodass Stadler und den anderen Nachwuchsfahrern nun viel Zeit bleibt, um sich auf die kommende Saison 2021 vorzubereiten und sich erneut für die Nationalmannschaft zu empfehlen.  

Erfolgreich: Anne de Boer nahm erfolgreich an der DM teil.

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