„Wie ein Sechser im Lotto“

Werder Mündens F-Jugend läuft in der Champions-League ein

Hier noch bei der Hallenkreismeisterschaft im Einsatz und heute in der Champions-League: Die F-Jugend des 1. FC Werder (links Mirac Özgen) schafft diesen Spagat spielend. Foto: Schröter

Hann. Münden. Großer Auftritt für die F-Jugend-Fußballer von Werder Münden: Beim Champions-League-Kracher zwischen Schalke und Real laufen sie zusammen mit den Stars auf.

„Die Jungs sind schon mächtig aufgeregt. Wir freuen uns unheimlich“, sagt Stefan Faulstich, der das Team zusammen mit Michael Fraatz trainiert.

Die jungen Mündener, die sich gerade für die Endrunde der Hallenkreismeisterschaft qualifiziert haben, hatten sich für dieses Spiel auf Schalke beworben und erhielten völlig überraschend den Zuschlag. „Ganz ehrlich“, sagt Faulstich, „direkt nach dem Anruf habe ich erst mal im Internet überprüft, ob das wirklich die Nummer von Schalke war. Ich habe es im ersten Moment nicht geglaubt.“ Sein Sohn Luke ist großer S04-Fan und fügte der Bewerbung an die Knappen Fotos hinzu. Unter anderem eines mit seinem Bruder in einem Dortmund-Trikot. In Gelsenkirchen wurde geschmunzelt. Auch die Mündener Trikotfarben machten im Ruhrgebiet offensichtlich Eindruck, entsprechen sie doch dem Blau und Weiß der Schalker. Stefanie Thiele, Projektleiterin des Knappenkids-Club, berichtet, dass die Mündener Bewerbung eine der schönsten gewesen sei. Sie freue sich, dass Werder Münden und die zweite Einlaufmannschaft, TuS Sythe aus Haltern, bei „diesem Großereignis“ dabei sein werden.

Am Mittwoch um 17.30 Uhr treffen die Mündener am Stadion ein, wo es eine Führung inklusive Besuchs des Schalke-Museums geben wird. Danach nehmen die Einlaufkinder ihre Trikots und Hosen für diesen Abend in Empfang.

Stellt sich nur noch die Frage, ob Werder überhaupt und wenn ja, welcher Junge genau im Spielertunnel die Hand von Cristiano Ronaldo, Gareth Bale oder Toni Kroos ergreifen darf. Stefanie Thiele konnte gestern das Geheimnis nicht lüften. „Eine Uefa-Entscheidung“, hieß es. „Das muss man abwarten“, sagt Stefan Faulstich. „Aber allein dass wir bei so einem Spiel dabei sind, ist für die Mannschaft wie ein Sechser im Lotto.“

Sicher ist hingegen schon mal, dass es für die Grundschüler sehr spät wird. Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Martin Atkinson aus England werden die Gäste aus Münden erst weit nach Mitternacht wieder in Südniedersachsen zurück sein. Da ist es gut, dass die meisten Werder-Jungs am nächsten Morgen ausnahmsweise etwas später zur Schule kommen dürfen.

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