Fußball-Bezirksliga

Wetrratals Winters sind ganz heiß auf die Sommervorbereitung

Könnten schon bald wieder so ausgelassen jubeln wie hier im Derby gegen Gimte: Die Werrataler (von links) Frederik Köhler und Fabian Winter kehren nach langer Verletzungspause ins Mannschaftstraining zurück.
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Könnten schon bald wieder so ausgelassen jubeln wie hier im Derby gegen Gimte: Die Werrataler (von links) Frederik Köhler und Fabian Winter kehren nach langer Verletzungspause ins Mannschaftstraining zurück.

Mit dem Trainingsauftakt nahm für die Bezirksliga-Fußballer der SG Werratal eine lange Durststrecke endlich ein Ende.

Hedemünden – Während der Großteil der Mannschaft wegen der Corona-Pandemie dreieinhalb Monate nicht auf dem Fußballplatz gestanden hatte (für viele stellte das angebotene „Corona-Training“ unter verschärften Hygieneregelungen keine Alternative dar), waren drei Langzeitverletzte noch viel länger zum Nichtstun verdammt. Entsprechend heiß gehen sie in die Saisonvorbereitung.

Jonas hat „richtig Bock“

„Ich kann es kaum erwarten, wieder loszulegen“, sagt Jonas Winter. Der 19-Jährige hatte sich Ende 2019 beim Hallenfußball einen Bänderriss im Fuß zugezogen und diesen ohne Operation auskuriert. „Die Testspiele während der Wintervorbereitung hatte ich zwar ausgelassen, wollte aber in der Rückserie wieder angreifen“, erklärt er. Wegen Corona wurde daraus jedoch nichts.

„Das war meine erste etwas schwerere Verletzung und damit auch meine erste längere Pause“, sagt Winter, der nach über sieben Monaten wieder „richtig Bock“ auf Fußball hat. „Ich fühle mich wieder richtig fit, auch wenn der Fuß hin und wieder noch etwas weh tut“, so der 19-Jährige. „Wenn wir erstmal wieder richtig im Training sind, wird sich das aber bestimmt wieder legen“, hofft er.

Schulter ist stabil

Deutlich überraschender als die angekündigte Rückkehr von Jonas Winter kommt die seines Bruders Fabian. Als sich der 23-Jährige in einem der letzten Kreisliga-Spiele der Saison 2018/19 bereits zum fünften Mal die Schulter auskugelte, sprachen alle Beteiligten von seinem vorzeitigen Karriereende. „Ich habe mich dann aber Ende Oktober 2019 in Hann. Münden bei Dr. Fieseler einer zweiten Operation unterzogen, die auch erfolgreich verlaufen ist“, sagt Fabian Winter.

Nach langer physiotherapeutischer Behandlung und viel Muskelaufbautraining sei die Schulter jetzt wieder stabil. „Der Arzt hat mir dann das ok gegeben, es wieder mit dem Fußball probieren zu können“, zeigt sich der torgefährliche Offensivspieler erleichtert. Die auch durch Corona bedingte lange Pause habe ihm dabei aus gesundheitlicher Sicht gutgetan, weil die Schulter dadurch perfekt auskurieren konnte.

„Insgesamt war das aber richtig beschissen, weil man die Jungs nicht gesehen hat und weil mir Fußball einfach gefehlt hat“, so Winter, der es dennoch langsam angehen will. „Während der Vorbereitung werde ich erstmal schauen, wie es so läuft“, sagt er. Ein Startelfplatz gleich zu Saisonbeginn sei nicht sein oberstes Ziel. „Vielmehr will ich erstmal ein gutes Gefühl auf dem Platz bekommen“, so der 23-Jährige.

Langer Leidensweg

Als dritter Langzeitverletzter im Bunde hat Frederik Köhler einen langen Leidensweg hinter sich, der – im Gegensatz zu den anderen beiden – auch noch nicht komplett beendet ist. Bei dem 28-Jährigen, der sich vor Jahren schon einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hatte, war im Juni vergangenen Jahres beim Spiel in Groß Schneen im selben Knie der Innenmeniskus komplett abgerissen. Nachdem die Operation gut verlaufen und er die letzte Wintervorbereitung erfolgreich absolviert hatte, wurde er nach einem Sprint im vorletzten Testspiel wieder von Schmerzen geplagt.

„Das anschließende MRT hat ergeben, dass der Meniskus wieder angerissen sein könnte“, sagt der Mittelfeldmotor, der vor seiner schweren Verletzung gerade wieder so richtig in Fahrt gekommen war. „Deshalb habe ich mir jetzt auch noch keine Ziele gesetzt und werde es erstmal langsam angehen.“ Natürlich werde er alles versuchen und die Saisonvorbereitung – wenn möglich – auch voll durchziehen. „Ich hoffe einfach, dass das Knie dieser Belastung standhält und ich wieder Fußball spielen kann“, so Köhler. Sicher sei das allerdings nicht.

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