DFB schickt Trophäe auf Rundreise – Werder Münden will Cup in die Region holen

WM-Pokal nach Münden?

Jürgen Tölle

Hann. Münden. Der Deutsche Fußballbund (DFB) plant für die Zeit vom 26. Mai bis Ende August diesen Jahres eine groß angelegte Kampagne: die „Ehrenrunde“ des Weltmeister-Pokales von 2014. Knapp 700 Vereine haben sich für die insgesamt 63 Zwischenstops beworben, darunter auch der 1. FC Werder Münden.

„Wir finden die Idee gut, dass der DFB in dieser Form auch an seine kleineren Vereine denkt. Und für unsere Region wäre es doch eine tolle Sache, mal den Pokal zu sehen und sich mit ihm fotografieren zu lassen“, meint Werder Mündens Vorsitzender Jürgen Tölle. Er hofft auf den Zuschlag für Münden. Erhält er ihn, dann werden – zu einem noch festzulegenden Datum – zwei DFB-Trucks mit dem Pokal und einer Multi-Media-Show zum World-Cup-Sieg für acht Stunden am Kuckucksnest Halt machen. Auf dem Rattwerder, der sportlichen Heimat des 1. FC Werder, wäre das aufgrund begrenzter Zufahrtswege nicht möglich. Maximal 2014 Fans sollen dann – in Anlehnung an das WM-Jahr – in Gruppen in den Genuss der Show kommen und - einzeln - mit dem Pokal fotografiert werden. Vom 27. April ab benachrichtigt der DFB die Vereine, die den Zuschlag erhielten.

Werder hat sich beim DFB unter anderem mit der Idee beworben, alle 2014 Besucher auf einem gemeinsamen Bild zu verewigen. Damit diese Zahl auch zustande kommt, hat der Verein alle Klubs im Fußballkreis Göttingen-Osterode angeschrieben. Auch von hessischen Vereinen habe man bereits positive Rückmeldungen erhalten, sagt Jürgen Tölle. Jetzt muss also nur Glücksgöttin Fortuna mitspielen. Natürlich will der Weg und die Zurschaustellung der Trophäe sorgfältig geplant sein. Deswegen hat der DFB – startend am Verbandssitz in Frankfurt – eine knapp dreimonatige Route durch seine 21 Mitgliedsverbände ausgearbeitet, bei der die 63 Zwischenstops für die Landesverbände kontingentiert sind. Schließlich weise ein Fußballverband wie Westfalen deutlich mehr Vereine und Aktive auf als beispielsweise der Bremer Landesverband. Für Niedersachsen sind sechs Zwischenhalte vorgesehen.

Am Abend des 1:0-Sieges über Argentinien überreichte die Fifa der siegreichen deutschen Elf den Weltmeister-Pokal, den die DFB-Oberen aber noch am selben Abend dem Fußball-Weltverband zurückgeben mussten. Mit nach Deutschland nehmen durften sie eine nahezu identische Replik mit dem eingravierten Namen des Turniersiegers von 2014. Mit der Deutschlandreise des Pokals will der Verband eine Dankesschuld abstatten, denn dieser Pokal sei zwar auf dem Rasen in Rio von den Spielern der National-Elf gewonnen worden, doch die seien nur die Eisberg-Spitze jener Arbeit, die unablässig in den über 25 000 Vereinen des DFB geleistet werde. (eko/mbr)

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