Handball-Landesliga: TGR von Landwehrhagen nur mit stumpfen Waffen attackiert

Ein lockeres Auslaufen

Raus mit Applaus: Die Rotenburger Christian Koch, Tomislav Balic, Stefan Ebenhoch und Martin Denk verabschieden sich nach dem erfolgreichen Saisonabschluss von ihrem Publikum. Foto: Walger

Rotenburg. Das war ein entspannter Schlussakt der Saison für die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg, ihre Anhänger und ihre beiden Trainer Robert Nolte und Uwe Mäusgeier. Mit 37:29 (19:14) bezwang die TGR Gast HSC Landwehrhagen, für den es auch um nichts mehr ging an diesem letzten Spieltag. Beide Teams werden sich im kommenden Jahr in der Landesliga wiedersehen.

Fehlen wird dann allerdings ein Mann, der seit fast drei Jahrzehnten hinter der TGR-Bank stand oder saß, meist mit einer Stoppuhr in der Hand. Michael Strauchmann nahm Abschied als Betreuer des Teams.

Zweifel nicht angebracht

Unzählige Male fieberte er mit, bis zur letzten Sekunde unter Strom - diesmal hatte er keinerlei Anlass, am Sieg zu zweifeln. Zu klar waren von Beginn an die Kräfteverhältnisse. „Die sind ohne ihren kompletten Rückraum hier angereist und deshalb mit stumpfen Waffen angetreten“, sagte Uwe Mäusgeier.

So war es. Zwölf Minuten lang agierten die Hausherren sehr konzentriert und zogen bis auf 10:2 davon. Ihre Abwehr stand gut, ihr Keeper Christian Koch hielt prächtig, und Marcus Einhorn schloss einen Tempogegenstoß nach dem anderen traumwandlerisch sicher ab.

„Dann ging der Schlendrian bei uns ein bisschen um“, musste Uwe Mäusgeier erkennen, „wir haben nicht mehr so hart gedeckt.“ Davon profitierte vor allem Landwehrhagens Marc Adam, der bis zur Pause schon sieben Treffer erzielte. Der Vorsprung war nach 30 Minuten von acht auf fünf Tore geschrumpft, aber immer noch komfortabel.

In der Kabine nahmen sich die Rotenburger vor, die Zügel wieder anzuziehen. Das taten sie auch. Bis zur 45. Minute verdoppelten sie ihre Führung auf zehn Treffer und 28:18.

Die TGR wechselte nun munter durch, die Konzentration ließ wieder nach. In erster Linie Keeper Christian Koch, die beiden torgefährlichen und spielfreudigen Balic-Brüder und Stefan Ebenhoch sorgten aber dafür, dass der klare Abstand bis zur 57. Minute (35:25) Bestand hatte.

Pasaribus Auftritte

Etwas gegen den sinkenden Unterhaltungswert tat dann Rotenburgs Jonggi Pasaribu, der aushalf und phasenweise die Abwehr organisierte. Als er in der 48. Minute eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt, spendierte er dem ohne Partner gut pfeifenden Schiedsrichter erst eine detaillierte Erklärung und dann eine herzliche Umarmung. Das Publikum johlte, der Spielleiter Dominik Bley vom TV Großen-Linden konnte ein Lächeln nicht unterdrücken.

Kaum wieder zurück auf dem Parkett, folgte der nächste Auftritt Pasaribus: Er holte bei seinem einzigen Vorstoß einen Siebenmeter heraus, feierte dieses Ereignis an der Bank gestenreich und wurde dann auch noch zur Ausführung beordert. Und: Na klar, er verwandelte ganz locker zum 31:19.

TG Rotenburg: Koch, Schmidt - Eimer (1), Einhorn (7/2), Denk (2), Tomislav Balic (5), Boze Balic (7), Pasaribu (1/1), Daniel Holl (5), Jan-Oliver Holl (3), Ebenhoch (4).

Zuschauer: 180

Von Thomas Walger

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