43:21 - MSG Bebra/Lispenhausen wird in Ostheim überrollt

Ein kleiner Lichtblick beim Debakel: Philip Bonsack war mit acht Toren erfolgreichster Spieler der MSG Bebra/Lispenhausen. Foto: Walger

Ostheim. Im Gipfeltreffen der Handball-Bezirksliga A wollten die Männer um Spielertrainer Alexander Fischer eigentlich den gastgebenden Spitzenreiter stürzen.

Doch es wurde ein Debakel ungeahnten Ausmaßes. „Wenn man sich viel vornimmt, dann kommt das böse Erwachen. So ein Reinfall. Da wären wir besser zu Hause geblieben“, sagte Alexander Fischer deprimiert. „Von der Qualität her hatten wir überhaupt keine Chance. Unser Gegner hat dazu noch einen Sahnetag erwischt. Bei dem hat alles geklappt. Die hatten vielleicht zwei Fehlwürfe im gesamten Spiel“, stellte er fest.

Die Vorentscheidung in diesem ungleichen Duell war bereits nach zehn Minuten gefallen. Da führte die TSV-Reserve gegen eine in dieser Besetzung hoffnungslos überforderte MSG bereits mit 10:1. „Wir sind eben nicht die deutsche Nationalmannschaft, die Ausfälle mit gleichwertigen Nachrückern kompensieren kann“, spielte Alexander Fischer auf sein fehlendes Sextett an.

Der Spielertrainer selbst ist trotz Achillessehnenproblemen aufgelaufen, konnte seinem Team aber auch nicht wirklich helfen. „Die haben uns einfach überrannt“, sagte er, „wir leben vom Bewegungshandball, aber der war gar nicht vorhanden. Man hat gesehen, dass die Mannschaft in dieser Zusammensetzung nicht miteinander trainiert hat.“ Im Angriff lief in der ersten Viertelstunde gar nichts zusammen. Und jeder Ballverlust wurde mit einem Konter bestraft. „Gefühlt haben wir durch Tempogegenstöße 30 Gegentore bekommen.“

Und wenn die Männer aus Ostheim und Mosheim doch einmal in den Positionsangriff gezwungen werden konnten, bekam die Gästeabwehr einfach keinen Zugriff auf die Kontrahenten - ganz gleich, welche Deckungsvariante ausprobiert wurde.

„Erst nach 15, 20 Minuten haben wir angefangen, Handball zu spielen“, sagte Alexander Fischer. So vergrößerte sich der Rückstand bis zur Pause (9:17) nicht mehr. Doch danach beging die MSG die gleichen Fehler wie zu Beginn. „Wir haben wieder alles falsch gemacht. Wir haben zu früh abgeschlossen und Chancen gesehen, wo keine waren. Es war wie verhext.“

Ab sofort richtet der Spielertrainer den Blick wieder nach vorne: „Draufhauen hat keinen Sinn. Ich muss die Mannschaft in dieser Woche wieder aufbauen, damit wir am Sonntag in Homberg wieder ordentlichen Handball zeigen.“ Der Gastgeber ist Vierter und bestimmt keine Laufkundschaft. Und dann wartet ja am Freitag, 4. März, um 20 Uhr noch das wichtige Verfolgerduell in der Bebraer Großsporthalle gegen die HSG Jestädt/Grebendorf. Einwurf

 

MSG Bebra/Lispenhausen: Olbricht, Klöpfel - Bonsack (8/2), Schmitt (4), Riebold (2), Mende (2), Hieronymus (2), Mackel (1), Stückradt (1), Konjevic (1), Fischer, Fäcke, Kleinert, Mangold

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